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Formel 1: Rosberg in Melbourne
nicht zu schlagen

Der Mercedes-Pilot bestätigte im ersten Rennen die starken Trainingsresultate

Nico Rosberg war in Melbourne nicht zu schlagen. © Bild: APA/EPA/Srdjan Suki

Mercedes ist seiner Favoritenrolle am Sonntag beim Formel-1-Saisonstart in Melbourne gerecht geworden. Der Deutsche Nico Rosberg triumphierte überlegen vor den beiden McLaren-Piloten Kevin Magnussen und Jenson Button. Der ursprünglich zweitplatzierte Red-Bull-Neuzugang Daniel Ricciardo wurde wegen einer zu großen Benzindurchflussmenge in den Motor nachträglich disqualifiziert.

Für Ricciardo wäre es im ersten Rennen für Red Bull der erste Podestplatz seiner Karriere gewesen. Das Weltmeisterteam kündigte einen Protest an, weil das Messgerät ungenau sein soll. Ricciardos Teamkollege Sebastian Vettel schied ebenso wie Pole-Position-Mann Lewis Hamilton im zweiten Mercedes bereits in der Anfangsphase wegen eines Sensor- bzw. Motordefektes aus.

Rosberg dominierte das Rennen, wurde am Ende 26,7 Sekunden vor Magnussen gewertet. Der 21-jährige Däne, Sohn des früheren Formel-1-Piloten Jan Magnussen, war die wahre Sensation des Rennens. Der McLaren-Youngster landete bei seinem allerersten Grand Prix auf dem Podest. Das war zuletzt 2007 Hamilton gelungen. Beim Debüt Zweiter war zuletzt Jacques Villeneuve 1996.

Rosberg auf Wolke sieben

Am vierten GP-Sieg von Rosberg gab es aber nichts zu rütteln. "Ich bin auf Wolke sieben. Mein Silberpfeil ging ab wie sonst etwas. Dieses Ding war einfach unglaublich schnell", jubelte der 28-Jährige. "Er ist gefahren wie ein Gott, ohne Fehler", lobte Ex-Weltmeister Niki Lauda. "So leicht wie es ausgesehen hat, war es gar nicht", ergänzte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Mercedes widmete den Sieg Rekordweltmeister Michael Schumacher, der zweieinhalb Monate nach einem Skiunfall in Frankreich immer noch im Koma liegt. Die Silberpfeile dürften zwar das Team sein, das es in dieser Saison zu schlagen gilt. Als Führender der Konstrukteurs-WM reist aber McLaren zum zweiten Rennen in zwei Wochen in Kuala Lumpur. "Es fühlt sich wie ein Sieg an", versicherte Magnussen.

Alonso mit dabei, Räikkönen hintennach

Hinter dem McLaren-Duo klassierte sich Ferrari-Star Fernando Alonso. Sein neuer Teamkollege Kimi Räikkönen enttäuschte als Siebenter. 13 der 22 Autos kamen bei der Premiere der Sechszylinder-Turbomotoren in die Wertung. Red Bulls Zweitteam Toro Rosso brachte mit Jean-Eric Vergne (8.) und Debütant Daniil Kwjat (9.) beide Piloten in die Punkteränge.

Der Russe Kwjat ist mit 19 Jahren und 324 Tagen gar der jüngste Fahrer der Geschichte mit WM-Punkten. In dieser Rolle löste er Vettel ab. Der Weltmeister wollte sich vom Nuller zum Auftakt nicht entmutigen lassen. "Bloß nicht den Kopf hängen lassen", betonte Vettel. "Es ist ein langes Jahr. So wie es uns jetzt erwischt hat, kann es irgendwann auch die anderen erwischen."

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