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Formel 1: Ricciardo triumphiert

Belgien: Dritter GP-Sieg für den australischen Red-Bull-Piloten

Formel1-Pilot Daniel Ricciardo © Bild: REUTERS/Yves Herman

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo hat am Sonntag in Spa-Francorchamps seinen zweiten Formel-1-Grand-Prix en suite gewonnen. Der 25-jährige Australier, der bereits vor der Sommerpause in Ungarn triumphiert hatte, gewann vor WM-Leader Nico Rosberg. Der Deutsche hat nun 29 Zähler Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton, aber auch den "Krieg der Sterne" neu entfacht.

Stein des Anstoßes war das Manöver von Rosberg in Runde zwei: Hamilton hatte einen perfekten Start hingelegt und sich in Führung gesetzt, wurde aber dann ausgerechnet vom Pole-Setter "torpediert". Der Deutsche attackierte seinen WM-Rivalen in Les Combes, steckte dann zwar zurück, traf aber mit dem Frontflügel das linke Hinterrad am Hamilton-Boliden. Durch den daraus resultierenden Reifenschaden musste der Brite an die Box, außerdem trug auch der Unterboden seines Autos einen Schaden davon, der Punkte unmöglich machte und schließlich die Aufgabe von Hamilton zur Folge hatte.

Mercedes-Motorchef kritisiert Rosberg

Mercedes-Motorchef Toto Wolff sprach von einem "Worst-Case-Szenario" und kritisierte die Attacke von Rosberg als "gedankenlos". "Das war absolut inakzeptabel. Die Schuld liegt hier eindeutig bei Nico. Ich will ihn nicht zum Sündenbock machen, aber so etwas darf nicht mehr passieren", sprach Wolff Klartext. Und Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda meinte unmittelbar nach Rennende sichtlich verärgert: "Er (Rosberg, Anm.) hat ihm (Hamilton) in der zweiten Runde den Reifen aufgeschlitzt, das ist inakzeptabel und hat uns um einen möglichen Doppelsieg gebracht."