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Mercedes droht Strafe

Reifentests mit Pirelli landen vor FIA-Verbandsgericht. Konsequenzen sind unklar.

Mercedes beim Grand Prix von Italien 2011 © Bild: imago sportfotodienst/HochZwei

Der Formel-1-Rennstall Mercedes muss eine Strafe wegen seines Reifentests für Pirelli im vergangenen Monat fürchten. Das zwölfköpfige FIA-Verbandsgericht wird nach einem Präsidentenbeschluss über mögliche Sanktionen gegen das Team der "Silberpfeile" entscheiden.

Die Nachricht kam am Mittwoch kurz vor Mitternacht und sie erreichte die Mercedes-Mannschaft auf dem Weg nach Montreal. Der umstrittene Reifentest für Exklusiv-Ausrüster Pirelli werde weiter verfolgt, Weltverbands-Chef Jean Todt habe die Akte an das zuständige Internationale Tribunal weitergeleitet, ließ die FIA wissen. "Weil die Untersuchung zu dem Ergebnis geführt hat, dass bei den Rahmenbedingungen dieser Tests ein Verstoß gegen die FIA-Regeln vorliegen könnte", hieß es in der Mitteilung.

Der Knackpunkt im Mercedes-"Testgate": Das Team testete am 15., 16. und 17. Mai auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona mit seinem aktuellen Formel-1-Auto und den Top-Piloten. Im Paragraf 22 des sportlichen Reglements sind Testfahrten während der Saison mit Boliden desselben Jahres aber eigentlich strikt verboten. Ferrari absolvierte seine Runden auf dem gleichen Grand-Prix-Kurs am 23. und 24. April mit einem 2011er Modell und muss deshalb nach einer Entscheidung von Todt keine Folgen befürchten.

"Wir respektieren die Hoheit der Sportbehörde in diesem Prozess. Es wird alles sehr transparent und professionell ablaufen. Da habe ich großes Vertrauen", hatte der österreichische Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in der vergangenen Woche versichert. Mercedes begrüßt die Gelegenheit, den Fall vor dem Internationalen Tribunal aufklären zu können. "Wir begrüßen die Möglichkeit, die vollständigen Fakten des Pirelli-Tests in einer offenen und transparenten Weise darlegen zu können", betonte das deutsche Formel-1-Team am Donnerstag in einer Stellungnahme vor dem Grand Prix von Kanada. "Die sportliche Integrität ist für Mercedes-Benz von größter Bedeutung und wir haben großes Vertrauen in das Verfahren der FIA."

Tests schießen neue Reifen ab
Dort sollten eigentlich die Reifen, die Mercedes ohne Kenntnis auch getestet hatte, im siebenten WM-Lauf zum Einsatz kommen. Doch nach Bekanntwerden der Tests und eines Protests von Red Bull und Ferrari vor dem Großen Preis von Monaco vor eineinhalb Wochen gegen die insgesamt 1.000 Zusatzkilometer von Nico Rosberg und Lewis Hamilton in ihrem Mercedes F1 W04 hatte sich Pirelli entschieden, die überarbeiteten Pneus erst beim achten WM-Rennen in Silverstone einzusetzen.

"Das ist ein bisschen Kasperletheater, ich weiß nicht, wer dafür verantwortlich ist", mokierte sich Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Der 25-Jährige kommt mit den sensiblen aktuellen "Gummiwalzen" nur schwer zurecht. Er sprach abermals von einem Sicherheitsrisiko, weil sich die aktuellen Reifen praktisch ohne Fremdeinwirkung auflösen würden.

"Dass es jetzt gerade auf einer schnellen Strecke wie Kanada keine neuen Reifen gibt, ist für mich nicht erklärbar", sagte Vettel, der als WM-Führender mit 21 Punkten Vorsprung auf Lotus-Star Kimi Räikkönen nach Montreal reiste. Dritter ist Ferrari-Pilot und Vettel-Dauerrivale Fernando Alonso aus Spanien mit 29 Punkten Rückstand.

Pirelli veranlasste Tests
Pirelli hatte die Entscheidung getroffen, um die sportliche Fairness zu gewährleisten, nachdem bei dem Mercedes-Test neben den Reifen für 2014 auch knapp 100 Kilometer mit den Pneus gefahren wurden, die in Kanada zum Renneinsatz kommen sollten. Ungeachtet dessen betonte Vettel mit Blick auf die Extrarunden, die Pirelli zwar mit der FIA vereinbart hat, zu denen aber alle Teams eingeladen werden müssen: "Ich sehe diese Tests kritisch. Jeder Testkilometer bringt Vorteile."

Ob auch ein Verstoß gegen das Regelwerk vorliegt, muss nun das Internationale Tribunal entscheiden. Dem Gremium gehören zwei Deutsche an: Die ehemalige Pilotin und aktuelle Motorsport-Funktionärin Waltraud Wünsch sowie Dirk-Reiner Mertens, der auch als Richter am Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne arbeitet.

Strafe völlig offen
Über die Höhe und die Art möglicher Sanktionen besteht indessen Unklarheit. Einen Strafenkatalog gibt es für die Formel 1 nicht. 2007 war beispielsweise McLaren-Mercedes wegen des Spionageskandals zu der Rekordstrafe von 100 Millionen US-Dollar verurteilt worden.

Im vorliegenden Fall ist von Freispruch über Punkteabzug bis Verbannung von Rennen theoretisch alles möglich. Zumindest für Mercedes. Für Pirelli? Wohl letztlich nur eine Geldstrafe, handelt es sich schließlich nicht um ein Team, sondern um den exklusiven Reifenausrüster, der zudem in den Verhandlungen für einen neuen Vertrag steckt. Der aktuelle endet nach dieser Saison.

Kommentare

@ News.at

wieso kopiert ihr immer wieder solche sport artikel von anderen sport-seiten ????

70 % der nachrichten hier sind kopiert, und dafür bekommt ihr auch noch bezahlt

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Versteht news.at unter Journalismus eine 1:1 Kopie des Artikels einer namenhaften Motorsport-Seite? ......... traurigerweise ist das keine Ausnahme und fällt mir immer öfter bei euch auf ........... Werdet ihr ernsthaft für Copy+Paste bezahlt?

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vielleicht haben news und die angeblich namhafte seite die gleich quelle? schon mal überlegt, ob die vielleicht beide das selbe übernommen haben?

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Mir ist schon klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann und das man als Journalist auf gleiche/ähnliche Quellen und Informationen zugriff hat .....

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Es gibt aber auch so etwas wie geistiges Eigentum und in dem SInn kann man hier auch von einer Urheberrechtsverletzung sprechen .........

Die meisten Motorsportseiten werden gleiche/ähnliche Quellen und Informationen haben, das ist für mich nicht der springende Punkt .....

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Mir geht es darum, dass hier (nicht zum ersten Mal) absolut 0 Eigeninitiative gezeigt wird, ein Artikel ( dieser ist um einiges früher als hier bei News erschienen) frech 1:1 kopiert wird und sich nicht einmal die Arbeit gemacht wird Sätze umzuformulieren ........

Ein Artikel sollte durch eigene Recherchen entstehen, genauso wie durch die eigenen Formulierungen des Journalisten .....

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Wenn News schon so frech kopiert ... dann sollen sie doch zumindest darauf hinweisen von wo ihr "Wissen" kommt .... www.motorsport-total.com ...... wenn ich bei meiner Magister-Arbeit etwas zitiere muss ich auch die Quelle bennen ....

Mit fremden Feder schmückt man sich nicht!!!

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laut kennzeichung dieses artikels handelt es sich um eine agentur-meldung. insofern würde ich mal annehmen, dass es sich auch bei motorsport-total.com um die gleiche agentur-meldung handelt und die auch nicht selbst recherchiert haben. glaube, jedes online-portal ist eine mischung aus eigenen und agentur-geschichten.

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nach kurzer recherche: diese meldung hier ist korrekt als agenturmeldung gekennzeichnet. die von dir angesprochene auf motorsport-total aber ebenfalls. und zwar dort als meldung von "sid" - steht für die agentur "sport-informations-dienst".

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Dann muss ich mich aber entschuldigen :) ... bis vor einer Sekunde wusste ich nicht, dass es so etwas überhaupt gibt ... dann werde ich beim nächsten Mal die Augen genauer auf machen ;)

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