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Der neue Silberpfeil

In Jerez de la Frontera enthüllt. Kurz danach präsentierte auch Toro Rosso seinen Boliden.

  • Formel 1, der neue Williams FW35 - Saison 2013
    Bild 1 von 40 © Bild: GEPA/XPB/Batchelor

    Williams FW35

    Pastor Maldonado (27) und Debütant Valtteri Bottas (23) enthüllen in Barcelona den FW35.

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  • Formel 1, der neue Williams FW35 - Saison 2013
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    Williams FW35

    Für die neue Saison hat Williams den Brasilianer Bruno Senna durch den Finnen Bottas ersetzt.

Auf der Start- und Zielgeraden der ehemaligen Grand-Prix-Strecke in Jerez de la Frontera haben Nico Rosberg und sein neuer Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton den Silberpfeil für die kommende Formel-1-Saison enthüllt. Vor zig Kamerateams und Fotografen enthüllte das Duo die schwarze Abdeckung des Mercedes AMG W04. Mit diesem Auto will Mercedes seinen Stern endlich wieder aufpolieren.

In Jerez wird der W04, der vierte Wagen seit der Mercedes-Rückkehr als Werksteam in der Königsklasse des Motorsports, von Dienstag an geprüft. Dann stehen in Jerez die ersten vier der insgesamt zwölf Testtage bis zum Saisonbeginn am 17. März in Australien an. Rosberg durfte schon vor der Präsentation die ersten 100 Kilometer unter der südspanischen Sonne abspulen. "Ich habe mich von der ersten Runde an wohlgefühlt", meinte der Deutsche danach.

Hungrig auf Erfolg

Mit dem neuen Wagen will Mercedes nach den mäßigen ersten drei Jahren seit der Rückkehr als Werksteam in die Erfolgsspur finden. Neben Rosberg, der in seine vierte Saison bei Mercedes startet, kommt Neuzugang Hamilton zum Einsatz. "Ich habe noch nie eine Gruppe von Menschen erlebt, die hungriger auf Erfolge ist als diese", betonte der 28-jährige Brite.

Der Weltmeister von 2008 verließ immerhin das Titelkandidaten-Team McLaren, um bei Mercedes die Nachfolge des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher anzutreten. "Dies ist ein langfristiges Engagement, und ich weiß, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden", meinte Hamilton.

Nur die Zeiten zählen

Doch alle wissen auch: "Die Formel 1 ist brutal ehrlich, und was in diesem Sport alleine zählen, sind die Rundenzeiten", sagte der neue Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Der Wiener (41) soll es in rot-weiß-roter Eintracht zusammen mit Aufsichtsrat Niki Lauda (63) richten.

Der neue Wagen ist wie bei allen Teams keine Revolution, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung des Modells der vergangenen Saison. Allerdings verzichtet Mercedes, das als letztes der Top-Teams sein Auto präsentierte, diesmal auf die Höckernase. Die Abstufung wird durch die neuerdings erlaubte Blende verdeckt. Vor dem deutschen Autohersteller hatten bereits Lotus, McLaren, Ferrari und Red Bull mit dem dreifachen Weltmeister Sebastian Vettel ihre Boliden präsentiert.

Auch Toro Rosso präsentiert
Einen Tag nach Red Bull Racing und am gleichen Tag und Ort wie Mercedes auch der zweite Formel-1-Rennstall von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz seinen neuen Boliden für die kommende WM-Saison präsentiert. Die Zukunftshoffnungen Daniel Ricciardo (AUS/23 Jahre) und Jean-Eric Vergne (FRA/22), die in ihr zweites gemeinsames Jahr als Stammfahrer gehen, enthüllten den STR8 der Scuderia Toro Rosso.

Toro Rosso hatte in der vergangenen Saison mit 26 Zählern in der Konstrukteurs-WM Rang neun belegt. Für 2013 hat Teamchef Franz Tost Platz sechs in der Teamwertung als hochgestecktes Ziel ausgegeben. "Beide Fahrer haben letztes Jahr einen sehr guten Job gemacht. Wenn wir ihnen ein gutes Auto hinstellen, bin ich mir sicher, dass sie überraschen können", meinte der Tiroler.

Motoren von Ferrari
Der italienische Rennstall setzt im siebenten Jahr in Folge auf Ferrari-Motoren. Der STR8 ist aber das erste Auto unter dem neuen Technischen Direktor James Key (zuletzt Sauber) und dem neuen Chefdesigner Luca Furbatto (früher McLaren). "Das ist sehr emotionell. Das Team hat mit sehr viel Einsatz daran gearbeitet, die hohen Erwartungen für dieses Jahr zu erfüllen", versicherte Tost.

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