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Hamilton wird keine Nummer 1

"Sicher nicht." Mercedes-Boss Norbert Haug erteilt dem Leader-Status eine Absage.

Lewis Hamilton nach einem Formel-1-Grand-Prix © Bild: Reuters/Caronna

Lewis Hamilton wird keinen Nummer-1-Status bei Mercedes bekommen. Motorsportchef Norbert Haug stellte in einem dpa-Interview klar, dass sich der langfristig gebundene Nico Rosberg künftig nicht mit einer Nebenrolle im Schatten des ehemaligen Formel-1-Champions Hamilton abfinden muss. "Sicher nicht", betonte Haug.

Nachdem Hamilton-Vorgänger Michael Schumacher in seinen bisherigen 52 Rennen im "Silberpfeil" kein Sieg gelungen ist, wollte der Mercedes-Motorsportchef sich auf keine Eingewöhnungszeit bis zum ersten Sieg für den britischen Neuzugang festlegen. "Müßig, sich darüber öffentlich Gedanken zu machen, wir wollen gemeinsam nach vorne", meinte Haug.

Hamilton wird ab der kommenden Saison für das deutsche Werksteam an den Start gehen. Der Vertrag von Rekordweltmeister Schumacher wurde nach drei Jahren nicht verlängert. "Michael hat eine lange Bedenkzeit gehabt, er war sich bestimmt nicht endgültig sicher, ob es weitergehen soll, oder nicht", erklärte Haug. Schumacher sei bekanntgewesen, "dass wir uns Alternativen erarbeiten mussten, und darüber wurde auch gesprochen".

Kein Mitleid von Rosberg
Rosberg bedauerte seinen Teamkollegen und deutschen Landsmann Schumacher trotz der Ausbootung bei Mercedes nicht. "Nein, Mitleid habe ich nicht", sagte Rosberg der "Bild am Sonntag" und erklärte: "Er hat ja selbst mitentschieden, dass es so gekommen ist." Rosberg meinte, Schumacher sei unsicher gewesen, ob er weiterfahren wollte. Das Team habe sich aber entscheiden müssen. "Michael hat doch selbst gesagt, dass er nicht unglücklich ist", betonte Rosberg.

Auf das interne Duell mit seinem künftigen Stallrivalen Lewis Hamilton freut sich der 27-Jährige schon jetzt. "Ich kenne ihn, seit ich zwölf Jahre alt bin. Wir verstehen uns einfach immer schon gut", gab Rosberg zu Protokoll. Er habe keine Sorge, zur Nummer zwei degradiert zu werden. "Ich habe in meinem Vertrag stehen, dass ich immer die gleichen Möglichkeiten habe wie mein Teamkollege - egal wer das ist", stellte Rosberg klar.

Karriereende für Schumacher
Der künftige Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda sieht Rekordweltmeister Michael Schumacher endgültig am Ende seiner Formel-1-Karriere angekommen. "Ich bezweifle, dass er sich dauerhaft noch einmal mit den Besten, also Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Lewis Hamilton messen kann", sagte der Österreichs dreifacher Weltmeister der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und fügte hinzu: "Irgendwann ist nun einmal alles vorbei."

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