Vorfreude von

Formel-1-Stars fiebern WM entgegen

17 der 22 Fahrer haben Teams am Start - Vettel traut DFB-Team den Titel zu

Fernando Alonso und Iker Casillas © Bild: Jasper Juinen/Getty Images

Auch die Formel 1 ist wenige Tage vor dem WM-Start im Fußballfieber. Das Gros der Piloten fiebert dem "World Cup 2014" in Brasilien entgegen. Am meisten Felipe Massa aus dem Gastgeberland Brasilien sowie der leidenschaftliche Fußball-Fan Fernando Alonso. "Ganz Spanien ist verrückt deshalb", will sich auch Alonso so wenig wie möglich von der WM entgehen lassen.

17 der 22 aktuellen Formel-1-Fahrer kommen aus neun Ländern, die Teams bei der am 12. Juni beginnenden WM in Brasilien am Start haben. Die größte Delegation stellt Deutschland, das mit Weltmeister Sebastian Vettel, dem WM-Führenden Nico Rosberg sowie Nico Hülkenberg und Adrian Sutil gleich vier Piloten im Einsatz hat.

Alle vier hoffen und tippen auf Deutschland. Nur Hobby-Pianist Sutil drückt auch für Uruguay die Daumen, weil sein Vater Jorge aus diesem südamerikanischen Land stammt. Vettel bezeichnete sich selbst als "Riesen-Fan". Der vierfache F1-Weltmeister hat auch Spiele der Heim-WM 2006 live verfolgt.

Vettel: "Der Titel ist möglich"

"Ich versuche so viel wie möglich von der WM in Brasilien mitzubekommen. Einige Matches sind aber so spät, dass ich sie wahrscheinlich verschlafen werde", sagte Vettel, der "natürlich" Deutschland die Daumen drückt. Selbst der Titel sei möglich, hofft er. "Der Kader ist gut und die individuelle Klasse ausreichend."

Der Österreich-Grand-Prix am 22. Juni fällt bereits mitten in die WM-Gruppenphase. Am Samstag vor dem Heimrennen von Red Bull kann Vettel mit dem um 21.00 Uhr beginnenden Match Deutschland gegen Ghana einschlummern.

Adrian Sutil schaut grimmig
© GEPA pictures/ XPB Images/ Batchelor Sutil drückt auch den "Urus" die Daumen

Ausgeglichenes Duell Frankreich-England

England mit Lewis Hamilton, Jenson Button und Max Chilton sowie Frankreich mit Romain Grosjean, Jean-Eric Vergne und Jules Bianchi haben jeweils drei "WM-Starter" im Rennen. Button ist eher im Triathlon als im Fußball zuhause. "Aber wenn es um Nationalstolz geht, stehe ich immer hinter England", weiß der 34-Jährige, wem er die Daumen zu drücken hat.

Mexiko hat mit Sergio Perez (Force India) und Esteban Gutierrez (Sauber) zwei Daumendrücker aus der Formel 1. Der Rest der Fahrer aus WM-Teilnehmerländern verteilt sich auf Spanien (Fernando Alonso), Russland (Daniil Kwjat), Australien (Daniel Ricciard), Japan (Kamui Kobayashi) und Gastgeber Brasilien, vertreten durch Felipe Massa.

Italien hat derzeit keinen Piloten in der WM, auch die Skandinavier Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas (beide Finnland), Kevin Magnussen (DEN) und Marcus Ericsson (SWE) sind wie der Venezolaner Pastor Maldonado (Lotus) nur "WM-Zuschauer".

Felipe Massa kickt
© GEPA pictures/ XPB Images/ Schaber

Massa hofft auf einen Heim-Sieg

Mit typisch südländischer Begeisterung freuen sich Massa und Alonso auf die WM. "Ich liebe Fußball. Ich schaue mir alles an. Also werde ich auch versuchen, so viel wie nur möglich von der WM mitzubekommen", hat sich Massa vorgenommen. Der Mann aus Sao Paulo hat nur einen Traum. "Die Weltmeisterschaft zu Hause zu gewinnen wäre fantastisch.

Auch Alonso will sich so wenig wie möglich von der WM entgehen lassen. "Ich bin total aufgeregt. Spanien war in den vergangenen sechs Jahren bei den Europameisterschaften, Europacups und Weltmeisterschaften sehr stark. So weiterzumachen wird schwer", weiß der Asturier.

Alonso weiß um Spaniens Schwierigkeiten

Die Latte für Titelverteidiger Spanien liegt in Brasilien tatsächlich hoch. "Man kann nämlich nicht immer oben sein", weiß Alonso aus eigener Erfahrung. Eines sei klar. "Das ganze Land ist verrückt und stolz, es gibt hohe Erwartungen. Ich hoffe, wir sind auch nach der WM wieder stolz und glücklich."

Nur einem Piloten ist die Fußball-WM offenbar völlig egal. "Ich bekomme gar nichts mit. Alles, was ich weiß, ist, dass Japan im Fußball nicht wirklich gut ist", fürchtet der im Nachzügler Caterham fahrende Kamui Kobayashi, dass seine Nationalmannschaft in Brasilien ebenfalls nicht über eine Statistenrolle hinauskommt.

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