GP von Belgien von

Die Jagd auf Vettel ist eröffnet

Die Königsklasse kehrt in Spa aus der Sommerpause zurück - Vettel 38 Punkte voran

Vettel und Alonso © Bild: 2013 Getty Images

Die Jagd auf Sebastian Vettel ist wieder eröffnet. Nach vier Wochen Sommerpause will der Red-Bull-Pilot die Attacken seiner Formel-1-Konkurrenten abwehren und am Sonntag auf der Ardennen-Achterbahn von Spa-Francorchamps seinem vierten WM-Titel in Serie ein entscheidendes Stück näherkommen. Die Rivalen sind aber offenbar wild entschlossen, den Deutschen doch noch einzufangen. Ferrari-Star Fernando Alonso stichelt via Twitter, Kimi Räikkönen peilt Sieg Nummer fünf auf seinem "Lieblingsplatz" an und auch Mercedes um Lewis Hamilton und Nico Rosberg mobilisiert alles.

Vettel ist gelassen. Fast wie gewohnt thront er an der Spitze und hat mit 172 Zählern nach zehn von 19 Saisonläufen immerhin 38 Punkte Vorsprung auf den WM-Zweiten Räikkönen. Alonso liegt 39 Zähler hinter Vettel. Auch Hamilton kann sich nach seinem Premierenerfolg für Mercedes beim letzten Rennen vor der Sommerpause auf dem Hungaroring angesichts von 48 Punkten Rückstand auf Vettel noch WM-Hoffnungen machen.

Noch zwei Rennen erleben die Formel-1-Fans auf dem alten Kontinent, ehe sich der Tross auf die kräftezehrende Überseereise nach Asien macht. Vorteil Vettel - kein anderer Fahrer hat dort mehr Grand Prix gewonnen als der 26-Jährige. Nun soll aber endlich auch der zweite Streich auf dem Traditionskurs in Belgien her.

Alonso twittert Samurai-Weisheiten

Auf in die WM-Entscheidung heißt es auch für die Silberpfeile um Hamilton und Rosberg. Vor allem der Brite hat sich durch seinen Triumph vor der Pause eine verheißungsvolle Ausgangsposition erarbeitet. "Ich habe das Gefühl, dass ich seit meinem Sieg in Ungarn eine kleine Ewigkeit nicht im Auto gesessen bin und ich kann es kaum erwarten, endlich wieder zu fahren", sagte Hamilton.

Auch Alonso blickt nach vorne. Der "Samurai" eröffnete schon mal via Twitter die Psychospiele. Über den Kurznachrichtendienst schickte der Ferrari-Star eine neue Kostprobe fernöstlicher Weisheiten an die Konkurrenz. "Der Krieger, der das Schwert nutzt, wenn er beleidigt wird, darf nicht als mutig erachtet werden. Ein mutiger Mann zuckt nicht zusammen, denn er hat höhere Ziele", schrieb der zweimalige Weltmeister.

Die Konkurrenz könnte sich mit der Dechiffrierung seiner Nachricht schwertun - der Ardennen-Kurs stellt den stolzen Asturier vor Probleme. Gewonnen hat er dort noch nie, im vergangenen Jahr kam für Alonso nach einem schweren Unfall das vorzeitige Aus.

Spa ist eine besondere Strecke

Auf der Jagd nach Vettel muss der 32-Jährige aber Punkte gutmachen. Zumindest die Bewunderung für Spa hat nicht gelitten. "Das ist ein ganz besonderer Kurs, der jedes Mal dein Adrenalin in die Höhe treibt", sagte Alonso. "Eine Runde in Spa ist wie 20 auf jeder anderen, was die Aufregung und das Adrenalin angeht."

Auch Räikkönen will den Druck auf Vettel erhöhen - unabhängig von den gescheiterten Verhandlungen mit Red Bull. Trotz Vettel und trotz ungeklärter Formel-1-Zukunft ist der finnische Lotus-Pilot wegen seines möglichen Wechsels zu Ferrari der Fahrer, über den nach der Pause am meisten gesprochen wird.

Räikkönen liebt Spa

Räikkönen weiß zumindest genau, was er in Spa will: Sieg Nummer fünf. "Du bekommst diese Art von Gefühl nirgendwo sonst", machte er der belgischen Traditionsstrecke mit ihren Hochgeschwindigkeitskurven eine Liebeserklärung. "Für mich ist das die großartigste Rennstrecke der Welt. Sie ist mein Lieblingsplatz."

In Spa soll auch offiziell bekannt werden, dass Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo den nach dieser Saison von Red Bull Racing scheidenden Mark Webber ersetzt. Der Australier soll ab 2014 an der Seite von Vettel zweiter Fahrer im österreichischen Weltmeisterteam sein, womit Vettel erneut einen australischen Teamkollegen hätte.

Formel 1. GP in Spa-Francorchamps
© APA/Inforgrafik

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