GP in Singapur von

Comeback von Vettel

Red-Bull-Pilot gewinnt vor Button und Alonso. Hamilton früh ausgeschieden.

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    GP von Singapur

    Da ist er wieder, der Vettel-Finger: Der deutsche Red-Bull-Pilot hat zum zweiten Mal in Folge den F1-Grand-Prix von Singapur gewonnen.

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    So sehen glückliche F1-Fahrer aus: Hinter Comeback-Vettel fuhren Jenson Button und WM-Leader Fernando Alonso über die Ziellinie.

Weltmeister Sebastian Vettel hat am Sonntag zum zweiten Mal in Folge den Formel-1-Grand-Prix von Singapur gewonnen. Der Deutsche vom österreichisch-englischen Red-Bull-Team kletterte mit dem 23. Sieg seiner Karriere vom vierten auf den zweiten WM-Rang und verkürzte den Rückstand auf Leader Fernando Alonso auf 29 Punkte. Alonso belegte beim aktionsreichen, mit zwei Safety-Car-Phasen gespickten Flutlichtrennen in Südostasien hinter Vettel und dem Briten Jenson Button (McLaren) Rang drei.

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Vettel profitierte bei seinem zweiten Saisonerfolg, dem ersten seit Bahrain am 22. April, vom Pech von Lewis Hamilton (McLaren). Der Brite steuerte aus der Pole Position einem Sieg entgegen, schied jedoch nach 22 Runden aufgrund eines Getriebeschadens aus. "Wir sind zurück in der WM", jubelte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Sein Schützling Vettel widmete den Sieg dem kürzlich verstorbenen Formel-1-Arzt Sid Watkins.

"Singapur ist eines der längsten und härtesten Rennen des Kalenders. Das ist ein Killer hier. Die Strecke ist schwierig und voller Kuppen. Aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht. Natürlich haben wir von der Panne von Lewis profitiert", meinte Vettel nach der Jagd durch den Marina-Bay-Kurs. Der Weltmeister der Jahre 2010 und 2011 fügte erleichtert hinzu: "Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder ein Rennen gewinnen konnte. Aber diesmal hat alles gepasst."

Blaues Auge für Alonso, Hamilton Pechvogel von Singapur

Nach 14 der 20 Saisonrennen führt Alonso mit 194 Punkten vor Vettel (165), dem in Singapur sechstplatzierten Finnen Kimi Räikkönen (Lotus/149), Hamilton (142) und dem Australier Mark Webber (Red Bull/133). "Es sieht besser als vorher aus", kommentierte Vettel das neue Klassement: "Ich bin kein Genie, aber mein Rückstand ist jetzt zehn Punkte geringer."

Alonso machte mit Rang drei einmal mehr das absolut Beste aus dem Wochenende. "Wir waren nicht konkurrenzfähig genug, hatten Probleme mit dem Auto", gestand der Spanier. Hamilton rollte hingegen nach dem Defekt aus, faltete die Hände und schüttelte ungläubig den Kopf nach dem dritten Aus in den vergangenen fünf Rennen. "Es ist, wie es ist. Es war eigentlich ein ganz leichtes Rennen für mich", meinte Hamilton und kündigte vor den letzten sechs Saisonrennen an: "Ich werde nicht aufgeben. Es wird allerdings härter und härter."

Safety-Car im Hochbetrieb

Der Grand Prix war derart ereignisreich, dass er wegen der Verzögerungen nach Ablauf der Maximal-Rennzeit von zwei Stunden vorzeitig nach 59 der 61 Runden beendet wurde. Eine der Safety-Car-Phasen verschuldete Michael Schumacher (Mercedes) mit einem heftigen Auffahrunfall ins Heck des Franzosen Jean-Eric Vergne (Toro Rosso).

Schumacher entschuldigte sich bei Vergne, deutete aber einen Bremsdefekt an: "Es tut mir leid für Jean-Eric. Aber am zu spät bremsen lag es sicherlich nicht." Der Rekordchampion stieg unverletzt aus seinem schwer demolierten Silberpfeil. Vor einem Jahr war der siebenfache Weltmeister ebenfalls nach einem Crash in Singapur ausgeschieden.

Zum ersten Mal hatte das Safety Car nach einem Unfall in die Leitplanken des Inders Narain Karthikeyan ausrücken müssen. Nachdem das Rennen wieder freigegeben war, hatte sich Button via Boxenfunk über Vettel beschwert. Sanktionen blieben jedoch aus, Vettels Sieg wurde eine knappe Stunde nach Rennschluss offiziell gemacht.

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