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GP der USA: Die verwaiste Formel 1

Ohne zwei Teams wirkt die Boxengasse in Austin teils verlassen - "keine Überraschung"

Blondine auf F1-Kurs in Austin © Bild: imago/ZUMA Press

Beim Grand Prix der USA in Austin stehen zwei Motorhomes im Formel-1-Fahrerlager leer. Jene, die für Caterham und Marussia bestimmt waren. Die Fassaden sind nackt, die Veranden verwaist. Kein Stuhl, kein Sonnenschirm, kein Teamlogo. Die beiden Nachzügler-Rennställe haben Insolvenzantrag gestellt, die teure Reise nach Texas und Sao Paolo, wo dann in einer Woche gefahren wird, fiel deshalb für sie aus.

"Es ist schockierend zu sehen, dass sie nicht hier sind", sagte der vierfache Champion Sebastian Vettel wie kaum ein zweiter voller Sorge. Phantomschmerzen in der Formel 1? Sie halten sich ansonsten in Grenzen. Das PS-Geschäft geht weiter. Es muss weitergehen.

So wenige Autos wie 2005

Nur 18 Autos nehmen am drittletzten Formel-1-Rennwochenende der Saison teil- so wenige wie letztmals im Grand Prix von Monaco 2005. Sogar der Modus für das Qualifying musste abgeändert werden. "Es ist besorgniserregend zu sehen, dass es Teams nicht bis zum Ende des Jahres schaffen", betonte Noch-Red-Bull-Pilot Vettel. "So wie ich das sehe, ist das keine komplette Überraschung. In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass es für kleinere Rennställe eng wird, ihr Budget zu finden, vor allem in diesem Jahr mit den höheren Kosten und dem neuen Reglement. Das hat es für sie vielleicht zu schwer gemacht."

Marussia-Bolide allein in der Box
© GEPA pictures/ XPB Images/ Price Die Marussia-Boliden sind nicht in die USA gereist

Leichter hätten es kleinere Teams, wenn Chefvermarkter Bernie Ecclestone seinen Verteilungsschlüssel ändern würde, was einer Umverteilung der Prämien von oben nach unten nahekäme. Der andere wichtige Ansatz ist eine Kostenreduzierung.

Wann kommt die Kostenkontrolle?

Der Automobil-Weltverband (FIA) nahm in einer Mitteilung vom Donnerstag die beiden Krisenfälle Caterham und Marussia zum Anlass, um erneut auf die Dringlichkeit einer Ausgabengrenze hinzuweisen. Denn entsprechende Initiativen seien notwendig, "um das Überleben des bestehenden Starterfelds sicherzustellen oder potenzielle neue Bewerber anzuziehen", teilte der Weltverband in einem Schreiben mit. FIA-Chef Jean Todt konnte sich mit dem Vorschlag einer Budgetobergrenze bisher nicht durchsetzen.

Ein vorläufiges Aus von Caterham und Marussia zeichnete sich schon lange ab. Entsprechend nüchtern bewertet ein Fahrer wie der Deutsche Adrian Sutil, dessen Rennstall Sauber wie auch Force India und Lotus zu den weiteren potenziellen Sorgenteams zählt, die Situation. "Der Zustand war schon bekannt. Es war das ganze Jahr ein Thema, dass viele Teams auf der finanziellen Seite schwächeln. Also ist das für mich keine große Überraschung", erzählte Sutil. "Vielleicht gibt es auch mal den Punkt, wo es keinen Sinn macht und es besser ist, vielleicht aufzuhören anstatt es immer weiterzuführen und in Schulden zu geraten." Vielleicht ist dieser Punkt erreicht.

Kommentare

conny10 melden

Am Besten ihr hört alle auf mit dem Scheiß Formel 1.

11223344 melden

richtig und die volksverdummung fussball gleich mit und auch das schifahren. dodl

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