Formel-1-GP in Hockenheim von

Sieg für Fernando Alonso

Spanier feiert einen Start-Ziel-Sieg - Button Zweiter, Vettel wegen Zeitstrafe auf Platz fünf

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    Fernando Alonso gewinnt in Hockenheim und baut damit seine WM-Führung aus. Der spanische Ferrari-Star feiert aus der Pole-Position seinen 30. GP-Sieg.

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    Wo die Formel 1 ist, dürfen schöne Damen - auch "Grid Girls" genannt - nicht fehlen.

Nach seinem 30. Grand-Prix-Triumph und 2. Saisonsieg kann Fernando Alonso mehr denn je vom dritten Weltmeistertitel in der Formel 1 träumen. Der spanische Ferrari-Star gewann in Hockenheim souverän aus der Pole Position vor Titelverteidiger Sebastian Vettel, der aber wegen eines Überholmanövers eine 20-Sekunden-Zeitstrafe kassierte und nach dem Rennen auf Platz fünf zurückgereiht wurde.

Vettel hatte in der 66. von 67 Runden den McLaren des Briten Jenson Button überholt, war dabei aber mit allen vier Rädern seines Red Bull über die Streckenbegrenzung hinausgekommen. Button erbte so Vettels zweiten Platz und Lotus-Pilot Kimi Räikkönen wurde Dritter.

Alonso baut WM-Führung aus
Zur WM-Halbzeit führt Alonso mit 154 Zählern bereits 34 bzw. 44 Punkte vor den beiden Red-Bull-Fahrern Mark Webber (120) und Vettel (110). Alonso wird damit auch fix als WM-Führender in die einmonatige Sommerpause gehen, die nach dem Ungarn-GP am kommenden Sonntag - da feiert Alonso seinen 31. Geburtstag - beginnt. In Deutschland bewies der Asturier einmal mehr, dass er momentan der cleverste Fahrer im Feld ist. Nach Pole im Regen und ausgezeichnetem Start verteidigte er am Sonntag auf trockener Piste seine Führung über das gesamte Rennen, feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. "Dabei waren wir nicht die Schnellsten im Rennen. Die Pole war der Schlüssel zum Erfolg, diese Position haben wir gehalten", sagte der Spanier.

Hochschaubahn für Red Bull
Für Weltmeister Red Bull entwickelte sich Hockenheim hingegen zu einer Hochschaubahn. Schon lange vor dem Rennen stand wegen eines angeblich illegalen Motormappings sogar ein Ausschluss im Raum, die Untersuchung blieb aber vorerst folgenlos. Der WM-Zweite Mark Webber wurde in seinem 100. GP für Red Bull nur Achter, und am Ende blieb Vettel weiterhin im Juli sowie in Heimrennen sieglos.

Umstrittenes Überholmanöver
In der vorletzten Runde schnappte sich der 25-jährige Lokalmatador Vettel zur Freude der 65.000 Zuschauer Platz zwei von Button zurück, kam bei diesem Überholmanöver aber mit allen vier Rädern über die Streckenbegrenzung. Aus so einer Situation darf man sich keinen Vorteil nehmen. Während Button die Situation unkommentiert ließ, sagte Vettel: "Es war ein schwieriges Manöver und ich wollte jeden Kontakt vermeiden."