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Ferraris neue "Rote Göttin"

Traditionsteam stellt SF15-T vor: Markante schwarze Stellen an Heck und Seite neu

Ferrari SF15-T © Bild: ferrari.com

Ferrari hat am Freitag seinen neuen Formel-1-Boliden vorgestellt. Das Traditionsteam aus Maranello präsentierte den SF15-T in einem Video auf seiner Homepage. Der neue Ferrari ist wie gewohnt überwiegend in Rot gehalten, allerdings mit markanten schwarzen Stellen an der Seite und am Heck.

Einen Schönheitspreis hat der erste Formel-1-Ferrari für den ehemaligen Serien-Weltmeister Sebastian Vettel schon einmal gewonnen. "Das Auto sieht schön aus. Ich kann es kaum erwarten, wie es sich anfühlt, es zu fahren", sagte der ehemalige Red-Bull-Star am Freitag in einem Video zur Präsentation des neuen Ferrari SF15-T.

Ferrari SF15-T
© ferrari.com SF15-T: Die neue "Rote Göttin" von Ferrari.

Mit dem Boliden will die Scuderia den Rückstand auf den neuen Branchenführer Mercedes mit Titelverteidiger Lewis Hamilton und Vettels deutschen Landsmann Nico Rosberg verringern. "Ich möchte nicht sagen, dass wir die WM gewinnen, wir sind aber natürlich entschlossen, mindestens zwei Rennen zu gewinnen", betonte Teamchef Maurizio Arrivabene.

Vettel: "Es ist sexy"

700 Mitarbeiter kümmerten sich allein in der Ferrari-Schmiede in Maranello um die neue "Rote Göttin", die an der Seite und im Heckbereich teilweise schwarz lackiert ist. Die Nase ist elegant geschwungen, wirkt aber auch kraftvoll. "Ich mag das Auto, es ist wirklich sexy", betonte Arrivabene, zitierte aber auch den legendären Firmengründer Enzo Ferrari: "Das beste Auto ist das Auto, das gewinnt."

Genau das ist das Problem. Der letzte Grand-Prix-Sieg gelang Ferrari im Mai 2013 durch Vettel-Vorgänger Fernando Alonso. Den bisher letzten Titel holte Kimi Räikkönen 2007. Der 35-Jährige wird auch in der kommenden Saison wieder für die Scuderia starten. "Hoffentlich können wir dieses Jahr die Wende schaffen und dorthin kommen, wo wir hingehören", meinte der Finne. Ein vierter Platz in Belgien war Räikkönens beste Platzierung 2014. In der WM-Wertung wurde er Zwölfter, Alonso auch nur Sechster.

Wintertests stehen an

"Wir müssen in den Wintertests schnell in den Rhythmus kommen", betonte Vettel zwei Tage vor Beginn der Testfahrten im südspanischen Jerez de la Frontera. Dort hatte der vierfache Champion vor einem Jahr mit seinem langjährigen Arbeitgeber Red Bull ein Desaster erlebt und kaum fahren können. Das soll mit seinem ersten Formel-1-Ferrari besser werden.

Ferrari SF15-T
© ferrari.com SF15-T: Die neue "Rote Göttin" von Ferrari.

Letztlich sei man nicht hier, um Zweiter zu werden, meinte der frischrasierte Vettel mit roter Ferrari-Teamuniform. "Unser großes Ziel ist es, Schritt für Schritt nach vorne zu kommen, um hoffentlich bald ganz vorne mitzumischen."

Vettel vor 40. GP-Erfolg

250.000 Stunden wurden dafür am neuen SF15-T gewerkelt. "Es steckt sehr viel Arbeit drin", betonte Vettel, daher sei es auch jedes Mal etwas ganz Besonderes, wenn es mit einem neuen Boliden erstmals auf die Strecke geht. "Für mich in diesem Jahr umso mehr, denn es ist ein rotes Auto, was mir sehr viel bedeutet", meinte der 27-Jährige.

Vettel wartet seit dem 24. November 2013 und seinem Sieg im Großen Preis von Brasilien auf seinen 40. Grand-Prix-Erfolg. Mit seinem 41. würde er mit Formel-1-Legende Ayrton Senna gleichziehen. Von den 91 Erfolgen Michael Schumachers ist Vettel aber noch weit entfernt. Die Hoffnungen auf eine neue deutsche Ära unter italienischer Flagge sind aber groß. Beim Auftaktrennen am 15. März in Australien werde sein Puls sicher nochmals steigen, prophezeite Vettel, der dann der insgesamt fünfte deutsche Grand-Prix-Pilot in der Geschichte der weltweit bekanntesten Formel-1-Marke sein wird.

Ferrari SF15-T
© ferrari.com SF15-T: Die neue "Rote Göttin" von Ferrari.

Dass diese Marke auch über den Fahrern steht, machte der neue Teamchef Arrivabene deutlich. "Alle müssen in dieselbe Richtung arbeiten, das erwarte ich auch von den Fahrern", sagte er. Neben einem neuen Teamchef hat Vettel durch den Wechsel unter anderem auch einen neuen Renningenieur. Mit Riccardo Adami arbeitete der Hesse allerdings auch schon bei Toro Rosso zusammen und feierte 2008 in Monza seinen ersten Rennsieg. Auch ein paar Wörter italienisch kann Vettel aus dieser Zeit. Dennoch sei nun auch sprachlich noch viel zu lernen. "Aber ich sehe das alles positiv und freue mich auf die Herausforderung."

Kommentare

Hoffentlich ist es eine Schleuder die nichts bringt.

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