Formel 1 von

WM-Titel als erklärtes Ziel

Fernando Alonso will diese Saison auch endlich mit Ferrari Weltmeister werden

Fernando Alonso © Bild: APA/EPA/Alejandro Garcia

Fernando Alonso will endlich auch mit Ferrari Formel-1-Weltmeister werden. "Ich hatte 2012 eine Traum-Saison. Es war die beste Jahr meiner Karriere. Aber dieses Jahr wird noch besser", gab sich der Spanier zwei Wochen vor dem Saisonstart in Australien zuversichtlich. Alonso war im Vorjahr in 20 Grand-Prix-Rennen 13 Mal auf das Podium gekommen, hatte drei Siege gefeiert und am Ende die WM gegenüber Sebastian Vettel (Red Bull) um nur drei Punkte verloren.

Der 31-jährige Renault-Weltmeister von 2005 und 2006 würde liebend gerne der zehnte Ferrari-Champ der Königsklasse werden und damit in einen Kreis aufrücken, der so illustre Namen wie Juan Manuel Fangio, Niki Lauda und Michael Schumacher beinhaltet. Endlich auch für das italienische Glamour-Team, das an jeder Weltmeisterschaft seit 1950 teilgenommen hat und das erfolgreichste in der Geschichte der Formel 1 ist, Champion zu werden, wäre ein Lebenstraum für den Asturier.

2013 könnte es endlich so weit sein. Alonso ist wieder die klare Nummer eins im Team, in dem seit Jahren der Brasilianer Felipe Massa lediglich als Wasserträger fungiert. Und die Voraussetzungen sind laut Alonso sehr gut. Im Vorjahr verlor er trotz eines anfangs miserablen Autos die WM nur knapp, der aktuelle F138 sei 200 Mal besser, so Alonso.

Alonso: "Haben aus Fehlern gelernt"

"Wir haben aus den Fehlern gelernt und haben eine bessere Startposition als im Vorjahr", versicherte Alonso. "Im Vorjahr hatten wir einen schwierigen Winter. Wir wussten nicht, wie sich das Auto verhalten wird. Wir hatten nicht verstanden, was das Auto im Windkanal und auf der Strecke macht", hatte der Vizeweltmeister bei den abschließenden Testfahrten in Barcelona angemerkt. "Jetzt bin auch ich selbst besser vorbereitet, ich bin besser als letztes Jahr", tönte der Spanier, der bekanntlich Lewis Hamilton und nicht Vettel als härtesten Konkurrenten ansieht.

Denn im Vorjahr hatte Alonso bis zum Schluss um den Titel mitgekämpft, obwohl sein Ferrari angeblich sechs bis acht Zehntel Sekunden pro Runde langsamer war als der Red Bull von Vettel. "Wir hoffen, dass wir die Lücke geschlossen haben und in besserer Verfassung nach Australien kommen, als wir es zuletzt in Brasilien waren. Das wäre 200 Mal besser als vor einem Jahr in Australien", scherzte der Sieger von 30 Grand-Prix-Rennen.

Massa dank Psychologen-Hilfe im Aufwind

Zudem zeigte der RB9 von Vettel bei den jüngsten Tests in Barcelona Schwächen in der Balance, was Insider auf das Verbot des neuen Motoren-Mappings zurückführten. Alonso hingegen ist überzeugt, dass er im 25. Todesjahr von Teamgründer Enzo Ferrari, seinen dritten WM-Titel schaffen kann. Der neue, im Toyota-Windkanal entwickelte F138 sei im Vergleich zum Vorjahresauto "von einem anderen Planeten", sagte Alonso. Dazu kommt, dass Teamkollege Massa mithilfe eines Sportpsychologen wieder im Aufwind ist und seinen "Einserfahrer" besser unterstützen kann.

Alonso ist also bereit, womöglich auch das Auto. "Zumindest macht es endlich das, was wir von ihm erwarten. Vielleicht sind wir nicht die Schnellsten. Aber das Auto hat zweifellos Potenzial."

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