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Die spannendsten Titel-Entscheidungen der Königsklasse

Von Farina 1950 über Lauda 1984 bis Vettel 2012

Prost Lauda © Bild: Imago

Juan Manuel Fangio, Niki Lauda, Michael Schumacher - sie alle lieferten in der Geschichte der Formel 1 schon Finalkrimis. Nun kämpfen erneut Nico Rosberg und Lewis Hamilton im letzten Saisonrennen um den WM-Titel. Ein Überblick über die bisher spannendsten Finalläufe in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse:

1950: Vor dem letzten Rennen führt der Argentinier Juan Manuel Fangio im Dreikampf vor den Italienern Luigi Fagiola und Nino Farina. Doch Farina gewinnt das letzte Rennen und schnappt sich noch den ersten Formel-1-Weltmeistertitel.

1959: Der Australier Jack Brabham geht als Führender vor Stirling Moss und dessen englischen Landsmann Tony Brooks ins Finale. Zwar geht ihm 800 Meter vor dem Ziel der Sprit aus, doch weil Brooks nur Dritter wird und Moss ausscheidet, reicht es trotzdem zum WM-Triumph.

1964: Dem Engländer Graham Hill sind vor dem Schlussrennen sein Landsmann John Surtees und der Schotte Jim Clark auf den Fersen. Hill bleibt nach einem Unfall punktlos, Clark fällt als Führender aus. So wird Surtees Weltmeister.

1976: Nach seinem Feuerunfall am Nürburgring gab der WM-Führende Niki Lauda das Finalrennen in Japan wegen des heftigen Regens nach einer Runde auf. Der Engländer James Hunt holt sich kurz vor Schluss Platz drei und wird mit einem Punkt Vorsprung auf Österreichs F1-Legende noch Weltmeister.

1981: Maßarbeit von Nelson Piquet. Mit Rang vier im letzten Rennen wird der Brasilianer noch Champion. Dem vorher führenden Argentinier Carlos Reutemann fehlt am Ende ein Zähler. Der Franzose Jacques Lafitte geht leer aus.

1983: Wieder zieht Piquet im Finale vorbei, diesmal am Franzosen Alain Prost. Piquet wird Dritter, Prost fällt aus. Der Franzose Rene Arnoux kann nicht mehr eingreifen.

1984: Mit Platz zwei rettet Lauda einen halben Zähler Vorsprung in der WM-Wertung vor Prost ins Ziel - der bis heute knappste Abstand bei einer Titelentscheidung.

1986: Diesmal holt sich Prost im letzten Rennen noch die WM-Krone. Der vorher an der Spitze liegende Engländer Nigel Mansell muss aufgeben, Prost gewinnt das letzte Rennen. Auch Piquet hat so das Nachsehen.

1994: Michael Schumacher holt sich seinen ersten Titel auf umstrittene Weise. Nach einem Crash mit seinem englischen Rivalen Damon Hill fallen beide im letzten Rennen aus - und "Schumi" ist Champion.

1997: Das Duell zwischen Jacques Villeneuve und Schumacher endet im Skandal. Schumachers "Rammstoß" in Jerez de la Frontera bleibt erfolglos. Der Kanadier rast zum Titel, der Deutsche wird disqualifiziert.

2007: Lewis Hamilton verspielt den schon fast sicheren Titel, der Finne Kimi Räikkönen zieht im Endspurt am Engländer und dem Spanier Fernando Alonso vorbei.

2008: Bis zur letzten Kurve tobt der Titel-Zweikampf. Der Brasilianer Felipe Massa fühlt sich schon als Champion, doch dann rettet Hamilton Platz fünf in Sao Paulo - und damit den Titel.

2010: Erstmals haben vier Fahrer im Finale noch die Chance auf den Titel. Der Deutsche Sebastian Vettel, vor dem Rennen Dritter der Gesamtwertung, gewinnt und wird zum ersten Mal Weltmeister. Alonso, der Australier Mark Webber und Hamilton haben das Nachsehen.

2012: In einem irren Rennen rettet sich Vettel nach einem Startunfall als Sechster ins Ziel. Das reicht, um mit drei Punkten Vorsprung auf Alonso erneut Champion zu werden.

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