Ford wieder auf der Überholspur: Autobauer fährt höchsten Gewinn seit zehn Jahren ein

Nachfrage vor allem in den USA und in Asien sehr groß Tochtergesellschaft in Köln schreibt jedoch rote Zahlen

Ford wieder auf der Überholspur: Autobauer fährt höchsten Gewinn seit zehn Jahren ein © Bild: EPA/ Gombert

Ford konnte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 6,6 Milliarden Dollar einfahren. Das bedeutet nicht nur eine Verdopplung des Gewinns, sondern auch das beste Ergebnis, das der US-Autobauer in den letzten zehn Jahren erzielte.

Der Rekordgewinn stellt den Höhepunkt eines glanzvollen Comebacks dar. Während die beiden heimischen Rivalen General Motors und Chrysler im Krisenjahr 2009 pleitegingen und vom Staat gerettet werden mussten, überlebte Ford aus eigener Kraft. "Der Gewinn hat unsere Erwartungen übertroffen", sagte Konzernchef Alan Mulally am Freitag. Der Jahresumsatz stieg auf 120,9 Milliarden Dollar. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Rechnet man die nach China verkaufte schwedische Nobelmarke Volvo heraus, lag das Plus sogar bei 16 Prozent.

Ford profitierte vor allem von der gestiegenen Nachfrage der Kunden aus der Heimat und aus den boomenden asiatischen Ländern. Wermutstropfen bleibt das Europageschäft: Die Tochtergesellschaft mit Sitz in Köln schrieb im vierten Quartal erneut rote Zahlen, wenn auch weniger schlimme als im dritten Quartal. Der operative Verlust lag zuletzt bei 51 Millionen Dollar. Als Grund führte Ford schleppende Verkäufe, höhere Rohstoffkosten und Aufwendungen für den Start neuer Modelle an. Im Gesamtjahr schaffte Ford Europe jedoch mit 182 Millionen Dollar die Rückkehr in die Gewinnzone.

Im Schlussquartal lag der Umsatz des Gesamtkonzerns bei 32,5 Milliarden Dollar, was einem Rückgang um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Grund hierfür ist der Volvo-Verkauf. Der Gewinn fiel wegen des Abbaus von Schulden von 886 Millionen Dollar auf 190 Millionen Dollar. Die Anleger hatten nach dem guten Lauf der Vormonate nicht mit einem derartigen Abrutschen gerechnet und ließen die Aktie vorbörslich um drei Prozent sinken.

(apa/red)