Ford-Chef fällt im Weißen Haus in Ungnade:
Witz über Bush wurde zum Rohrkrepierer

'Habe Bush davor bewahrt, sich in Luft zu sprengen' Mulally wollte Witz aus Comedy-Show nachahmen

Ford-Chef fällt im Weißen Haus in Ungnade:
Witz über Bush wurde zum Rohrkrepierer

Mit einem schlechten Witz über US-Präsident George W. Bush hat sich Ford-Konzernchef Alan Mulally im Weißen Haus selbst zum Gespött gemacht. Am Rande der New York Motor Show hatte sich Mulally in der vergangenen Woche in kleiner Journalisten-Runde gebrüstet, er habe Bush jüngst bei der Präsentation eines mit Hybrid- und Elektroantrieb ausgestatteten Umweltautos in letzter Sekunde davor bewahrt, sich selbst in die Luft zu sprengen, wie die Zeitung "Detroit News" berichtete.

Als er bei der Vorführung bemerkt habe, dass gleich neben dem Auto ein Stromkabel lag, habe er entgegen allen protokollarischen Gepflogenheiten dem Präsidenten am Arm gepackt, um ihn daran zu hindern, den Stecker in den Hybrid-Tank zu stecken. "Ich dachte nur: 'Oh mein Gott!' Also ging ich schneller, und der Präsident ging schneller und er hatte das Kabel schneller als ich", zitierte das Blatt Mulally. "Ich verstieß gegen jedes Protokoll. Ich fasste den Präsidenten an. Ich ergriff seinen Arm und führte ihn zur Vorderseite." Er habe sicher gehen wollen, dass Bush den Stecker in die Steckdose stecken würde. "Das ist alles vertraulich, ja?", schwor der Ford-Chef die feixenden Reporter ein.

Dummerweise belegten Videoaufnahmen von dem Zusammentreffen auf dem Südrasen des Weißen Hauses, dass der Stecker nicht beim Hybrid-Tank lag und auch Bushs technischer Sachverstand ausgereicht hätte. Bushs Sprecherin Dana Perino kommentierte knapp: "Wenn es wahr wäre, wäre es eine bessere Geschichte." Ein Ford-Sprecher räumte im Gespräch mit der Zeitung ein, dass Bush nie in Gefahr gewesen sei. Mulally habe nur einen Witz aus einer Comedy-Show nachahmen wollen, in dem sich der Präsident selbst opfere.

(apa/red)