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"Forbes": Merkel bleibt
mächtigste Frau der Welt

Deutsche Bundeskanzlerin schafft es zum vierten Mal in Folge auf den ersten Platz

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. © Bild: REUTERS/Thomas Peter

Das US-Magazin "Forbes" hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zum vierten Mal in Folge zur mächtigsten Frau der Welt gekürt. Auf dem zweiten Platz landete die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, wie "Forbes" am Mittwoch mitteilte.

Auf dem dritten Rang lag wie im Vorjahr Melinda Gates, die mit Ehemann und Microsoft-Gründer Bill Gates eine milliardenschwere Stiftung leitet. Dahinter folgten Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff sowie die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.

Merkel seit 2006 auf Liste

Seit Merkel 2006 das erste Mal in die Liste aufgenommen wurde, und zwar gleich auf Platz eins, hatte sie sich nur einmal, 2010, mit Platz vier begnügen müssen. In der "Forbes"-Liste der mächtigsten Menschen der Welt kam die Kanzlerin im vergangenen Jahr auf Platz fünf. "Sie ist der erste politische Star aus Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung", schreibt "Forbes". "Kanzlerin Merkel ist zugleich das Rückgrat und einer der Architekten einer Europäischen Union der 28 Mitglieder mit einem Bruttosozialprodukt von 15,8 Billionen Dollar".

Chefin der US-Notenbank auf Platz zwei

Yellen (67) hat es als Senkrechtstarterin auf den zweiten Platz geschafft, weil sie die erste Frau "an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt" ist. Sie verdrängt Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff (66), die als "eines der mächtigsten Staatsoberhäupter der Erde") diesmal auf Platz vier landete. Dazwischen bleibt auf Platz drei Philanthropin Melinda Gates (49), die allein im Jahr 2012 etwa 3,4 Milliarden Dollar für Hilfsprojekte gespendet habe. Auf Platz fünf kommt die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde (58).

Die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen.
© APA/EPA/MICHAEL REYNOLDS Janet Yellen

Hillary Clinton im Ranking abgerutscht

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton (66) rutschte um einen Platz auf Rang sechs, dahinter kommt die neue General-Motors-Chefin Mary Barra (52). Die war im letzten Jahr noch gar nicht dabei. Auf Platz acht landet Michelle Obama (50) - im vergangenen Jahr wurde sie noch auf Rang vier gesehen. Jüngste unter den ersten Zehn ist Facebook-Chefin Sheryl Sandberg (44), die auf Platz neun landete, vor IBM-Chefin Virginia Rometty (56).

First Lady Michelle Obama im Weißen Haus.
© APA/EPA/Olivier Douliery Michelle Obama

14 der 20 Frauen, die aus Sicht des Wirtschaftsmagazins die mächtigsten der Welt sind, kommen aus den USA. Von diesen 20 sind zehn Chefs von Wirtschaftsunternehmen, sieben sind Staatslenker oder in anderen hohen politischen Positionen. Zwei kommen aus der Kultur: Medienkönigin Oprah Winfrey (60, Platz 14) und Sängerin Beyonce Knowles (32, Platz 17). Gates ist selbst Unternehmerin, widmet sich aber nur noch der Stiftung, die sie mit ihrem Mann, Microsoft-Gründer Bill Gates, betreibt. Jüngste Vertreterin ist nach wie vor US-Popstar Lady Gaga mit 28 Jahren auf Platz 67, die älteste Vertreterin bleibt die britische Königin Elizabeth II. mit 88 Jahren auf Rang 35.

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