Fördert ausbildende Betriebe: Regierung verlängert Blum-Bonus bis Juli 2007

'Maßnahme zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit'

Die Regierung hat beim Sommer-Ministerrat die Verlängerung des Blum-Bonus beschlossen. Die Aktion zur Förderung von zusätzlichen Lehrstellen, die am 31. August dieses Jahres ausgelaufen wäre, wird bis 29. Juni 2007 weitergeführt, sagte Vizekanzler Gorbach. Über die Kosten der Förderung machte er noch keine Angaben. Finanziert wird sie jedenfalls aus dem Budget 2007, so Gorbach.

Der Vizekanzler und Bundeskanzler Schüssel zeigten sich überzeugt, dass seit der Einführung des Blum-Bonus am 1. September 2005 ein "eindeutiger Gegentrend" zur davor steigenden Jugendarbeitslosigkeit eingetreten sei. Derzeit befinden sich laut Gorbach rund 13.400 Lehrlinge in dem Programm.

Fördert Betriebe mit zusätzlichen Lehrstellen
Der Blum-Bonus fördert Betriebe, die zusätzliche Lehrstellen schaffen. Unternehmen erhalten dabei pro Lehrling und Monat im ersten Jahr 400 Euro, im zweiten Jahr 200 Euro und im dritten Jahr 100 Euro, also insgesamt 8.400 Euro pro Lehrling. Im ersten Jahr war der Förderungstopf mit rund 59 Mio. Euro ausgestattet. Gorbach sprach von einer wesentlichen Maßnahme zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit.

Zweites Arbeitsmarktthema beim Ministerrat war laut Schüssel die Arbeitsmarktsituation im Juli. Der Kanzler sprach angesichts der 3,4 Mio. Beschäftigten von einem "historischen Höchststand". Die "überproportionale Steigerung" der Beschäftigung sei auch am Rückgang der Arbeitslosenzahlen ablesbar, sagte Schüssel. In absoluten Zahlen gebe es weniger Arbeitslose als im Juli 1998. Besonders interessant sei der Rückgang bei der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit, so der Kanzler, der in diesen Zahlen die Wirkung der AMS-Beschäftigungsprogramme bestätigt sah. (APA)