FMA wusste von MEL-Aktienrückkäufen: Hatte ab Frühjahr 2007 Kenntnis darüber

"profil": Ließ sich Transaktionen vorab absegnen Meinl-Produkte wurden auch über Amis vertrieben

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) ab dem Frühjahr 2007 Kenntnis über das Wertpapier-Rückkaufprogramm von Meinl European Land (MEL). Demnach hatte das Management der börsenotierten Gesellschaft sowohl FMA als auch Wiener Börse bereits im März über entsprechende Absichten informiert. "Die Finanzmarktaufsicht hat den Aktienrückkauf damals formal genehmigt", so ein Meinl-Manager gegenüber "profil". Die FMA will dies mit Hinweis auf das Amtsgeheimnis nicht kommentieren. Auch MEL-Sprecher Rupert-Henrich Staller hält sich bedeckt: "Sie werden dazu von mir kein Wort hören."

MEL kaufte zwischen Anfang April und Ende August fast 90 Millionen eigene Wertpapiere zu teils überhöhten Kursen und zu Lasten der Investoren zurück. Erst nachdem die Transaktionen öffentlich geworden waren, leitete die FMA Untersuchungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und Insiderhandel ein.

Wie "profil" weiter berichtet, hat die Meinl-Vertriebstochter Meinl Success geschäftliche Verbindungen zum skandalumwitterten Wiener Fondsanbieter Amis unterhalten. Demnach wurden bis 2005 Meinl-Produkte über Amis-Vermittler in Deutschland und Österreich bei Kleinanlegern platziert, darunter auch Zertifikate von Meinl European Land. Als Gegenleistung zahlte Meinl Provisionen an Amis.

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