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Niki weitet Flugangebot aus

Air-Berlin-Tochter fliegt ab April 2015 von Bratislava nach Brüssel und Palma

Flyniki Themenbild © Bild: APA/Robert Jaeger

Die Air-Berlin-Tochter Niki (flyniki) macht sich ab April 2015 auch am grenznahen slowakischen Flughafen Bratislava breit. Ab dem nächsten Sommerflugplan heben die Niki-Flieger von Bratislava nach Brüssel und Palma de Mallorca ab. Auch sollen slowakische Passagiere in Wien auf andere Flüge umsteigen können, wie die Airline am Donnerstag nach einer Pressekonferenz in Bratislava mitteilte.

Unter der Woche steuert Niki die europäische Hauptstadt Brüssel in der Früh und am Abend an. Zu den zehn Rotationen zwischen Montag und Freitag kommt noch ein Flug am Sonntag. Die spanische Urlaubsdestination Palma de Mallorca wird dreimal pro Woche angeflogen. Zudem stehe den Fluggästen aus der Slowakei durch den kurzen Flug zwischen Wien und Bratislava das komplette Niki-Streckennetz zur Verfügung, teilte die Fluglinie mit.

Flüge nach Brüssel und Palma

"Die wirtschaftlich dynamische Slowakei und die Region Bratislava erhalten mit den neuen Niki-Strecken eine Anbindung in - für Geschäfts- und Privatreisende wichtige - Ziele und Netzwerke", wird Niki-Chef Christian Lesjak in der Aussendung zitiert. Er sieht in der Westslowakei Nachfrage nach Flugverbindungen. "Wir wollen uns für den Markt Bratislava, die Slowakei entsprechend gut positionieren", so Lesjak.

Airport-Chef Ivan Trhlik zeigte sich über die Partnerschaft, die "in so kurzer Zeit zustande gekommen ist", erfreut. Laut Trhlik scheint der Flughafen Bratislava durch die Niki-Flüge zum ersten Mal in der Geschichte im globalen Buchungssystem GDS auf. Die Slowakei übernimmt im Juli 2016 für ein halbes Jahr den EU-Ratsvorsitz.

Größere Airbus-Flieger statt Regionaljets

Bei Niki ist kürzlich die Entscheidung gefallen, ab Wien die Flüge nach Moskau, Kopenhagen und Frankfurt einzustellen. Auf diesen Strecken hatte es in der Vergangenheit einen Preiskampf mit der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) gegeben. Erst am Dienstag gab Air Berlin bekannt, bei Niki alle sieben Embraer-Regionaljets durch größere Airbus-Flieger zu ersetzen.

Niki Lauda, der Niki vor rund zehn Jahren als Billigairline gegründet und mittlerweile komplett an die deutsche Air Berlin verkauft hat, hatte in der Vergangenheit wegen der 2011 in Österreich eingeführten Ticketsteuer schon einmal damit gedroht, Flüge von Wien über die Grenze in die Slowakei zu verlagern. Bratislava ist derzeit vom Billigflieger Ryanair abhängig. Im März 2015 will die irische Airline zwei Flugzeuge auf dem von Wien-Schwechat nur rund 50 Kilometer entfernten Airport stationieren.

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