Flugzeugabsturz von

Drei Österreicher getötet

Kleinflugzeug in Italien abgestürzt. Alle Passagiere sind ums Leben gekommen

Flugzeugabsturz - Drei Österreicher getötet © Bild: APA/Bisaglia

Ein Kleinflugzeug mit drei Österreichern an Bord ist im Apennin unweit der norditalienischen Stadt Piacenza abgestürzt. Ein 62-Jähriger aus Wieselburg und ein 58-Jähriger aus Gottsdorf kamen bei dem Absturz und dem daraufhin folgenden Brand der Maschine sofort ums Leben. Ein 35-Jähriger aus Wieselburg erlag im Spital von Parma den Brandwunden auf 75 Prozent seines Körpers.

Der Mann hatte auch schwere Frakturen erlitten. Die Familienangehörigen seien benachrichtigt worden, berichteten die Carabinieri. Schwierige Wetterbedingungen mit starkem Wind hatten wahrscheinlich zu dem Unglück geführt.

Die Cessna 172 mit den drei Österreichern an Bord war am Samstag vom Flugplatz Nötsch im Gailtal in Kärnten abgeflogen und steuerte die Badeortschaft Albenga in Ligurien an. Zeitgleich war von dem Kärntner Ort ein weiteres Flugzeug mit Österreichern an Bord abgeflogen, das plangemäß in Albenga eintraf. Einige Personen, die unweit der Apenninortschaft Bobbio beobachtet hatten, wie das Flugzeug abstürzte, schlugen Alarm. Ein Hubschrauber konnte in wenigen Minuten die Cessna lokalisieren, die in einer schwer erreichbaren Berggegend abgestürzt war.

Schwierige Rettungaktion
Erst nach einer Stunde schaffte es die Rettungsmannschaft, das Flugzeug zu Fuß über steile Bergwege zu erreichen und den Überlebenden zu bergen. Der Schwerverletzte war von den Rettungsmannschaften circa 20 Meter vom Wrack entfernt entdeckt worden. Sein Zustand war von Anfang an sehr kritisch. Der Verletzte hatte jedoch noch einige Worte mit den Rettungsmannschaften sprechen können. Er wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus von Parma geflogen.

Die Freunde der verunglückten Piloten verließen Albenga und reisten nach Parma, um den Überlebenden zu besuchen. Sie kamen jedoch zu spät und konnten den Mann nur mehr tot identifizieren. Die Opfer waren erfahrene Piloten. Die italienische Luftfahrtbehörde ANSV leitete eine Untersuchung ein.

Die Leichen der beiden älteren Opfer befinden sich in einem Krankenhaus in Piacenza. Sie sollen in den nächsten Tagen obduziert werden. Danach sollen die Leichen den Angehörigen zur Überführung nach Österreich freigegeben werden. Das österreichische Außenministerium war ebenfalls eingeschaltet. Wie Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Sonntag zur APA sagte, stand das Bürgerservice in Kontakt mit den Angehörigen. Das Generalkonsulat in Mailand hielt Kontakt zu den Behörden.