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Flugzeug kollidierte erstmals in Deutschland mit Windkraftanlage

Pilot kam ums Leben

In Deutschland ist nach Behördenangaben erstmals ein Flugzeug mit einer Windkraftanlage kollidiert. Bei dem Unglück in der Nähe der niedersächsischen Stadt Melle bei Osnabrück kam der Pilot ums Leben.

"Es ist nach unseren Erkenntnissen erstmals in Deutschland, dass es eine solche Kollision gab", sagte der Sprecher der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig, Germout Freitag. Die Umstände des Unglücks waren zunächst unklar.

Bei dem abgestürzten Flugzeug handelt es sich um eine einmotorige Propellermaschine vom Typ Diamond DA 20 A1. Am Flugplatz Melle-Grönegau etwa eineinhalb Kilometer westlich der Stadt reagierten Mitglieder des dort ansässigen Clubs mit Bestürzung. Obwohl zweisitzige Flugzeuge dieses Typs dort stationiert sind, gab es zunächst keine Erkenntnisse, ob die verunglückte Maschine von dort kam. Kurz nach dem Absturz suchten Rettungskräfte ein weit verteiltes Trümmerfeld nach möglichen weiteren Opfern ab, sagte ein Polizeisprecher in Osnabrück.

Auf Bildern vom Unglücksort waren Wrackteile auch im Gerüst der Anlage zu erkennen. Das Kleinflugzeug soll nach Polizeiangaben in etwa 40 Meter Höhe gegen eine Windkraftanlage geprallt sein. Die Sichtverhältnisse am Unglücksort wurden trotz leichten Dunstes in der Luft als relativ gut beschrieben.

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