Flughafen Wien will nach Prag "abheben": Tschechien will seinen Airport privatisieren

VIE: "Werden uns Ausschreibung sicher anschauen" Auch Russland Option für Engagements im Osten

Der börsenotierte Flughafen Wien hat Interesse an dem vor der Privatisierung stehenden Flughafen Prag-Ruzyne. "Wir werden uns die Ausschreibung sicher anschauen", erklärte Vorstandssprecher Herbert Kaufmann bei einer Investorenkonferenz in New York. Auch sonst hält der Flughafen Wien nach weiteren Engagements Ausschau, darunter auch in Russland.

Hohe Erwartungen hat Kaufmann für den indischen Markt, wo der Vienna Airport (VIE) seit einigen Monaten mit einer Tochtergesellschaft vertreten ist. In den nächsten ein bis zwei Jahren soll sich zeigen, ob es dort zu konkreten weiteren Schritten - etwa Beteiligungen - kommt. Bisher hält der Wiener Flughafen Beteiligungen am slowakischen Flughafen Kosice, am Airport Malta und am deutschen Flughafen Friedrichshafen.

SkyEurope-Verluste
Angesprochen auf die Situation bei der Verluste schreibenden slowakischen Billigfluggesellschaft SkyEurope meinte Kaufmann: "Es gibt einen Markt für dieses Segment. Und ein bestehender Bedarf wird auch abgedeckt". Sollte SkyEurope eines Tages nicht mehr fliegen, werde ein anderer Anbieter dieses Segment besetzen, deutete er damit an.

Gut im Kurs
Bei den wichtigsten Kennzahlen ist der Flughafen Wien weiter auf Kurs. Für heuer wird eine Steigerung der Passagierzahlen um 8 Prozent erwartet. Angesichts einer Steigerung von 9,9 Prozent in den ersten zehn Monaten schließt Kaufmann nicht aus, dass dieser Wert übertroffen werden könnte. Der Flughafen hält weiter an seiner Prognose fest, das europäische Luftfahrtswachstum von 5 bis 6 Prozent jährlich um einen Prozentpunkt zu übertreffen.

(apa/red)