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Flüchtlinge: Massen-Flucht
aus Idomeni war organisiert

Menschen wurden auf Flugblättern zur Flucht nach Mazedonien aufgerufen

Flüchtlinge in Idomeni © Bild: APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU

Der Flüchtlings-Exodus aus dem griechischen Flüchtlingslager Idomeni nach Mazedonien wurde offenbar organisiert. "Wir haben in unseren Händen Flugblätter, die zeigen, das das (Exodus) eine organisierte Aktion war", erklärte der Sprecher des griechischen Krisenstabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, am späten Montagabend. Wer hinter der Aktion gesteckt habe, war zunächst unklar.

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Zudem gebe es auch andere Flyer, die die Migranten falsch informieren und sie auffordern, nicht in andere Lager ins Landesinnere zu gehen. Sie sollten nicht in Busse steigen, weil die Regierung in Athen plane, sie zurück in die Türkei zu bringen, hieße es darin, sagte Kyritsis weiter. "Wir fordern die Migranten und Flüchtlinge auf, den griechischen Behörden zu vertrauen und es zu akzeptieren, in andere Lager gebracht zu werden. Die Lage im Flüchtlingslager Idomeni sei "absolut aussichtslos", erklärte der Sprecher des Krisenstabes weiter.

Griechische Medien veröffentlichten Kopien der in Arabisch abgefassten Flugblätter, die Unbekannte an die Migranten verteilt hatten. Darin ist der Weg eingezeichnet, wie die Migranten den mazedonischen Zaun meiden können und über Umwege nach Mazedonien einreisen können. Bis zu 2.000 Flüchtlinge schafften Medienberichten zufolge am Montag trotz der gesperrten Grenze die illegale Einreise von Griechenland nach Mazedonien.