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Flüchtlinge: Europas Männer-Problem

Unverhältnismäßig viele männliche Flüchtlinge könnten Gesellschaften destabilisieren

Flüchtlinge in Griechenland © Bild: Carl Court/Getty Images

Die momentan noch punktuellen Probleme mit sexuellen Übergriffen von Flüchtlingen könnten nur der Vorbote einer nachhaltigen Problemsituation sein, warnt die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin Valerie Hudson. Denn die deutlich männerdominierte Fluchtbewegung hat das Zeug dazu, das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Männern und Frauen in Europa deutlich zu verändern. Männerdominierte Gesellschaften sind Hudson zufolge aber deutlich instabiler als ausgeglichene.

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Die Forschung habe ergeben, dass männerdominierte Gesellschaften „anfälliger für starke Gewalt, Aufruhr und Misshandlung von Frauen“ sind, schrieb Hudson in einem Beitrag für das Online-Magazin „Politico“.

Zwar sei es verständlich, dass viele junge Männer vor Konflikten und Kriegen fliehen würden, würden sie doch häufig dazu gezwungen, auf der einen oder anderen Seite mitzukämpfen. Dennoch sollten Regierungen die Geschlechterverteilung unter den Migranten und in weiterer Folge in den Gesellschaften im Auge behalten und versuchen, ein Gleichgewicht herzustellen, empfiehlt die Forscherin.