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Aufklärung für Migranten

Deutschland klärt Zuwanderer jetzt über eine Webseite über Gepflogenheiten auf

Fakten - Aufklärung für Migranten © Bild: Screenshot zanzu.de

Derzeit vergeht keine Woche ohne eine Meldung über sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen – in Österreich wie in Deutschland. Und obwohl einzelne Meldungen regelmäßig als erfunden widerlegt werden, ist die Problematik dennoch vorhanden. In Deutschland setzt man jetzt auf Aufklärung durch eine Webseite, auf der mittels Piktogrammen, Zeichnungen und mehrsprachig abrufbaren, einfachen Texten erklärt wird, wie man sich Annäherung, Partnerschaft und Sexualität wünschen würde.

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In insgesamt 13 Sprachen, inklusive Russisch, Türkisch, Arabisch und Gebärdensprache, klärt das Portal zanzu.de über Zwischenmenschliches auf. Die Seite ist in die sechs Über-Kategorien „Körper“, „Familienplanung und Schwangerschaft“, „Infektionen“, „Sexualität“, „Beziehungen und Gefühle“ und „Rechte und Gesetze“ gegliedert, die sich jeweils in weitere Unterkategorien aufschlüsseln.

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Von Gefühlen bis Pornografie, von Verhütung bis Sex während der Schwangerschaft werden alle möglichen Themen abgedeckt und durch Piktogramme und kleine Comics veranschaulicht.

Ins Leben gerufen wurde die Plattform von der deutschen „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“, die Idee stammt jedoch aus Belgien. "Vor allem zu uns geflüchtete Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich", erklärte Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ).

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Freilich ist man sich aber bewusst, dass wohl nur wenige Flüchtlinge die Seite direkt aufrufen werden. Darum richtet man sich in einem kurzen Erklärvideo auf der Seite auch explizit an Multiplikatoren. „Berater und Ärzte erhalten mit der Webseite eine konkrete Arbeitshilfe für Beratungsgespräche zum Thema Sexualität“, heißt es da etwa.

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Es scheint so, als käme das Informationsangebot zur rechten Zeit, dabei hatten die Verantwortlichen den aktuellen Flüchtlingsstrom gar nicht im Visier. "Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren an der Entwicklung, unabhängig von der aktuellen Situation", sagte eine Sprecherin des Ministeriums zur „SZ“. Durch die Flüchtlingskrise habe das Portal jetzt aber natürlich eine umso größere Relevanz.

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Die Notwendigkeit des Portals sieht man im Familienministerium zweifellos gegeben. In westlichen Staaten sei Sexualkundeunterricht in der Schule selbstverständlich, in einigen arabischen und afrikanischen Staaten gebe es eine solche Aufklärung für Kinder und Jugendliche jedoch nicht, sagte die Sprecherin. Diese Lücke soll die Seite nun schließen.

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In Österreich wurde bereits im vergangenen Dezember eine Broschüre aufgelegt, die über Grundregeln und Grundwerte in Österreich aufklären soll. Auch hier wird auf möglichst leicht verständliche Information durch kurze Texte und Illustrationen gesetzt, um auch Analphabeten zu erreichen.

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Kommentare

Gute Sache! Auch die zuwandernden jungen kräftigen Flüchtlinge aus Nahost haben ein Anrecht auf hiesige Frauen. Hier spielt der frei Markt und Konkurrenz ist da äusserst belebend und notwendig.

neusiedlersee melden

Gut, dass man den unerfahrenen Einreisenden vorzeichnet wie Menschen ausschauen.
Für wie blöd hält man diese Menschen?
Ein Sprichwort sagt: Der Schelm denkt wie er ist. Auch der oder die Erfinder solcher Webseiten.

giuseppeverdi melden

Denen geht es doch nur ums abkassieren und unsere Politik ist blöd genug das auch noch zu zahlen. Oder nein die Politik zahlt das nicht selbst sondern sie nehmen das Geld der Steuerzahler für solche Blödsinn und die Steuerzahler sind bekanntlich wir!

christian95 melden

Dieses Desaster haben wir selbst verursacht!
Statt sie vor Ort zu unterstützen gewähren wir ihnen bei uns im Land Sozialleistungen von denen sie vorher nur träumen konnten. Um diese zu bekommen nehmen sie den gefährlichen Weg übers Mittelmeer und zahlen den Schleppern hohe Summen. Unsere "ungläubigen" Frauen und Mädchen fürchten sich vor ihrer Kultur.

christian95 melden

Jeder 2. Asylwerber wird wegen Straftaten angezeigt. ...

higgs70
higgs70 melden

Naja, vor der wachsenden Irrationalität der Einheimischen fürcht ich mich mehr. Und was Sie nicht dazuschreiben, ist, dass die Statistik (2003-2014) den Zeitraum vor der Flucht der Syrer betrifft.Und dass Spitzenreiter da halt Algerier und Georgier sind und die Syrer da schon statistisch ganz hinten lagen. Und dass es ziemlich frech ist so zu tun als beträfe es rezente Flüchtlinge. Und dass da prinzipiell ein Unterschied zwischen einer Anzeige und einer Verurteilung ist, denn wenn Sie Ihren Nachbarn 100 mal anzeigen, weil seine Nase zu lang ist und er Sie permanent blöd angrinst, habens 100 Anzeigen in der Statistik, aber keine Straftat. Und nur 6,2% aller Strafanzeigen überhaupt führen letztendlich zu einer Verurteilung, egal ob bei Einheimischen oder Flüchtlingen.
Und dass es keine gute Idee ist Leute für dumm verkaufen zu wollen, denn es soll auch solche geben, die Statistiken lesen können.

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