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Flüchtlinge - Dienstleistungsscheck für Grüne nur "Zwischenlösung"

Caritas-Chef Landau befürwortet Öffnung

Die von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) angeregte Öffnung des Dienstleistungsscheck für Asylwerber kann aus Sicht der Grünen nur eine "Zwischenlösung" sein. Die Grüne Sozialsprecherin Judith Schwentner hält den Dienstleistungsscheck für unausgegoren. Er werde auch kaum in Anspruch genommen, verwies Schwentner am Mittwoch gegenüber der APA auf eine parlamentarische Anfragebeantwortung.

Schwentner begrüßte aber grundsätzlich, dass Stöger Asylwerbern eine Arbeitsmöglichkeit geben will. Die Grünen fordern für Asylwerber einen Arbeitsmarktzugang nach sechs Monaten. Beim Dienstleistungsscheck sei aber der Schutz vor Ausbeutung nicht ausreichend gegeben.

Caritas-Chef Michael Landau hingegen befürwortet die Öffnung des Dienstleistungsschecks. Nach Österreich geflohene Menschen sollten nicht zum Nichtstun gezwungen sein. Vom ÖVP-Argument, der Dienstleistungsscheck wäre ein "Pull-Faktor" und würde Österreich für Flüchtlinge attraktiv machen, hält Landau wenig. Dieses Argument gelte auch für Trinkwasser aus der Leitung. "Aber sollten wird es deshalb abschaffen", so Landau im ORF-Radio Ö1.

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