Fledermäuse gehören zu kleinsten Säugern: Mehr mit Mensch als mit Maus verwandt

Fledermäuse gehören zu kleinsten Säugern: Mehr mit Mensch als mit Maus verwandt © Bild: Henry Keßler

26 verschiedene Arten von Fledermäusen leben in Österreich, und viele von ihnen sind auf der "Roten Liste" der gefährdeten Tiere. Die kleinsten Fledermausarten Österreichs sind die Mücken- und die Zwergfledermaus mit einem Gewicht von drei bis sieben Gramm. Diese sind so klein, dass sie in er Zündholzschachtel Platz finden.

Fledermäuse gehören zu den Säugetieren und sind in Europa eine der nächsten Verwandten des Menschen, denn sie besitzen wie wir Zweibeiner einen freihängenden Penis und zwei Brustwarzen - bei manchen Arten vier. Zwischen den Fingern, Körper und Schwanz wachsen den pelzigen Tieren Flughäute. Die Fledermäuse sind nachtaktiv und verbringen die Tage kopfüber hängend in Höhlen.

In völliger Dunkelheit Hindernisse erkennen
"Sehen" können die flatternden Säuger mit ihren Ohren: Sie stoßen Ultraschalllaute aus und können anhand des Echos ihre Umgebung wahrnehmen. Damit können Fledermäuse auch in völliger Dunkelheit Hindernisse erkennen, die halb so dünn wie ein Haar sind. Über den Winter fallen die Tiere in eine Starre und senken ihre Körpertemperatur auf bis zu sechs Grad. Um nicht zu verhungern, fressen sie sich vor der kalten Jahreszeit einen Fettpolster an. Werden Fledermäuse während des Winterschlafs gestört, ist das oftmals lebensbedrohlich, da die Tiere viel Energie zum Aufwärmen benötigen und dann keine Insekten zum Fressen finden.

Zu den Lebensräumen der Fledermäuse zählen Wälder und die Stadt, die Umgebung rund um Gewässer oder Landschaften mit Hecken, Feldgehölzen und Wiesen. Die Paarungszeit ist im Herbst, doch die Jungen kommen erst im Frühjahr zur Welt. Viele der in Österreich lebenden Arten sind auf die Jungenaufzucht in Dachböden von Häusern, Kirchen und Schlössern angewiesen. Andere Arten beziehen verlassene Spechthöhlen oder Spalten.

Quelle: Redaktion/ APA