Flavio Briatore klagt die FIA: Wegen lebenslanger Sperre durch "Crashgate"

Mosley werden persönliche Motive unterstellt

Flavio Briatore klagt die FIA: Wegen lebenslanger Sperre durch "Crashgate" © Bild: Reuters

Flavio Briatore hat vor einem französischen Gericht Klage gegen seine lebenslange Sperre durch den Automobil-Weltverband (FIA) eingebracht. Der Einspruch wird am 24. November vor dem Berufungsgericht in Paris verhandelt.

Die FIA habe sich in den Dienst der Rache eines einzelnen Mannes gestellt, merkte Briatore in einer Stellungnahme in Richtung des FIA-Präsidenten Max Mosley an. "Dieses Urteil ist ein juristischer Irrtum und ich habe volles Vertrauen in die französischen Gerichte für ein unparteiisches Verfahren", erklärte der Italiener. Seine Anwälte hielten fest, die Sperre widerspreche europäischem Recht, weil sie unbefristet sei. Außerdem liege eine absichtliche Verletzung der Rechte der Verteidigung vor, die nicht über die Anschuldigungen informiert und keine Akteneinsicht erhalten habe.

Renault-Pilot Nelson Piquet jun. hatte im Singapur-GP 2008 nach eigenen Worten auf Verlangen der Teamführung absichtlich einen Unfall provoziert, um seinem Teamkollegen Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen. Briatore soll Piquet zu dem Unfall überredet und die Renn-Manipulation inszeniert haben, er wurde daraufhin von der FIA lebenslang gesperrt.

(apa/red)