Flammenhölle in Kalifornien breitet sich weiter aus: 3.600 Feuerwehrleute im Einsatz

Zwei Feuerwehrmänner starben bei Löscharbeiten Ganze Landstriche wurden von Bränden zerstört<br>Gouverneur rief Notstand aus - BILDER des Infernos

Flammenhölle in Kalifornien breitet sich weiter aus: 3.600 Feuerwehrleute im Einsatz © Bild: APA/EPA/Czerwonka

Die Lage in den südkalifornischen Brandgebieten hat sich weiter zugespitzt. In Kalifornien sind tausende Menschen auf der Flucht vor dem riesigen Waldbrand nördlich von Los Angeles. Rund 10.000 Menschen wurden nach Behördenangaben bereits vor den Flammen in Sicherheit gebracht, Rettungskräfte versuchten, zu fünf von den Feuern eingeschlossenen Bewohnern vorzudringen. Bisher verbrannten laut Zeitungsberichten mindestens 53 Wohnhäuser und Bungalows, mehr als 42.000 Hektar Wald gingen in Flammen auf.

Der Waldbrand im knochentrockenen Angeles National Forest breite sich weiter aus, warnten die Behörden. Es könne noch zwei Wochen dauern, bis das Feuer unter Kontrolle gebracht sei. Mehr als 3.600 Feuerwehrleute waren im Einsatz, unterstützt wurden sie durch zahlreiche Löschflugzeuge und Hubschrauber. Über der Millionenmetropole Los Angeles hing weiter eine riesige weiße Rauchwolke.

Zwei Feuerwehrleute gestorben
Polizisten gingen von Tür zu Tür, um die Bewohner bedrohter Gebiete zur Evakuierung aufzufordern. Insgesamt sind rund 12.000 Häuser durch den Waldbrand in Gefahr. Zwei Feuerwehrleute starben bisher im Kampf gegen die Flammen bei einem Unfall. Vier weitere Menschen wurden verletzt, darunter zwei Bewohner, die in ihrem Whirlpool Schutz vor dem Feuer gesucht hatten.

Von Flammen eingeschlossen
Die Feuerwehr versuchte nach den Worten von Feuerwehrchef Mark Savage, zu fünf von den Flammen eingeschlossenen Bewohnern vorzudringen, die trotz eines Evakuierungsbefehls in ihren Häusern geblieben waren. Es werde geprüft, ob Retter zu den Menschen gelangen könnten, ohne das eigene Leben in Gefahr zu bringen, sagte er dem Fernsehsender CNN. Einer der Betroffenen sagte dagegen in einem Telefoninterview, für die Gruppe bestehe keine unmittelbare Gefahr.

Notstand ausgerufen
Der Waldbrand nördlich von Los Angeles ist der schwerste von mehreren Bränden, die derzeit in Kalifornien wüten. Gouverneur Arnold Schwarzenegger ließ in vier Bezirken den Notstand ausrufen. Er besuchte eine Region nordöstlich von Sacramento, in der rund 50 Häuser und 110 Hektar Land den Flammen zum Opfer gefallen waren und appellierte erneut an die Bevölkerung, Evakuierungsanordnungen unbedingt Folge zu leisten.

Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat wird immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. Bei den schlimmsten Feuern im Jahr 2007 mussten 670.000 Menschen zeitweilig ihre Häuser verlassen, 2.000 Häuser gingen in Flammen auf.

(apa/red)