FK Austria Wien von

"Wir greifen an!"

"Veilchen"-Trainer Karl Daxbacher hat den Meistertitel als Ziel für sein Team ausgegeben

FK Austria Wien - "Wir greifen an!" © Bild: GEPA/Ort

Für Austria-Trainer Karl Daxbacher ist nicht Titelverteidiger Sturm, sondern Red Bull Salzburg der Favorit für die kommende Bundesliga-Saison. Der Niederösterreicher will mit seinem Team aber ein ordentliches Wörtchen mitreden. Gleich zum Auftakt kann Daxbacher seinen Favoriten durcheinander wirbeln, geht es doch am 17. Juli auswärts zu den "Bullen".

"Natürlich sind die Salzburger für mich wieder Titelfavorit Nummer eins. Sie haben sich neuerlich sehr gut verstärkt und müssen bei diesen finanziellen Möglichkeiten und dieser Kadergröße den Anspruch haben, den Titel zu erringen", sagte der Trainer des FK Austria Wien - und lässt gleich darauf die Kampfansage folgen. "Wir greifen wieder an!" Wenn man zweimal knapp den Meistertitel versäume, dann sollte man sich natürlich den Titel zum Ziel setzen. "Das möchten wir für die neue Saison auch machen. Dass es schwierig wird, ist keine Frage", so Daxbacher kämpferisch.

Der Austria-Trainer baut darauf, dass seine Spieler um ein Jahr reifer geworden sind und mit Drucksituationen vielleicht ein bisschen besser umgehen könnten. "Das könnte ein Vorteil sein", glaubt der Niederösterreicher, dessen Kapitän Roland Linz die Ausgangslage ähnlich sieht: "Die Salzburger sind mein Titelfavorit, denn sie haben sich gut verstärkt." Er hofft freilich, dass die Austria um den Tabellenplatz an der Sonne ein Wörtchen mitreden wird.

Vorne dabei sein wäre für den Verein, die Mannschaft und ihn sehr wichtig. "Wer dann letztlich Dritter wird, ist aus unserer Sicht nicht so wichtig", meinte der Stürmer, der den Europacup, für den sich die Favoritner als einziger ÖFB-Club seit 2002 stets qualifiziert haben, nicht vernachlässigt. "Wir werden alles daransetzen, dass wir die Gruppenphase der Europa League erreichen", nannte er ein großes Ziel.

Qualität in Europa nicht unterschätzen
Wie der Torschützenkönig 2010/11 schreibt auch der Trainer und der Sportchef die Europa League groß. "Das Erreichen der Gruppenphase ist für uns alle ganz, ganz wichtig, obwohl drei Runden zu überstehen, ganz schwierig wird. Wir in Österreich unterschätzen sehr gerne die Qualität anderer Länder. Es scheint mir jetzt auch so gegen die Montenegriner zu sein. Einfach wird es nicht, es muss alles zusammenpassen wie im vorletzten Jahr", meinte der Coach.

Thomas Parits hat den Europacup und die Qualifikation für die Gruppe zum "kurzfristigen Ziel" erhoben. Ihm ist bewusst, dass drei schwere Runden warten. "Ich hoffe, dass die Mannschaft so gut vorbereitet für die Saison ist, dass wir unser kurzfristiges Ziel erreichen", sagte der Sport-Vorstand. Auch für ihn gelten die Salzburger als Titelfavorit in die Liga, weil sie "den stärksten Kader" haben. Die anderen vier Clubs, Sturm, Austria, Rapid und Ried, seien die Jäger, es werde sich gegenüber 2010/11 nicht viel ändern.

Daxbacher hat nur Einjahresvertrag
Um einen Titel (Liga oder Cup) mitspielen, nennt er seine Erwartungen. "Das muss unser Ziel sein. Doch wie gesagt, Salzburg ist der hohe Favorit", sagte der Burgenländer, der dem Trainer keine Vorgaben für eine etwaige Vertragsverlängerung gibt. "Das Erreichen eines Europacup-Startplatzes war nur in der vergangenen Saison eine Bedingung für die Verlängerung. Diese Vereinbarung gibt es diesmal nicht, Daxbacher hat einen Ein-Jahres-Vertrag", verriet Parits.