Fiskus interessiert sich für BAWAG-Elsner:
"Routineprüfung" der Pensions-Abfindung

6,8 Millionen €-Abfindung im Visier der Steuerfahnder

Für die an den ehemaligen BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner im Jahr 2000 ausbezahlte Pensionsabfindung von 6,8 Mio. Euro interessieren sich mittlerweile auch die Steuerbehörden. Es wird überprüft, ob bei der Auszahlung seinerzeit alles ordnungsgemäß passiert ist oder ob es Steuervergehen gegeben hat, heißt es beim Fiskus. Und: Die Prüfung sei eine "Routineprüfung".

Aus "steuerlichen Gründen" habe sich der damalige BAWAG-General Elsner schon im Jahr 2000 - vor dem tatsächlichen Ausscheiden aus der Bank - mit der Einmalzahlung abfinden lassen, da bis Jahresende 2000 im Steuerrecht für Pensionsabfindungen die steuerlich begünstigte Halbsatzbesteuerung gegolten habe, berichtete NEWS letzte Woche. Die Summe setze sich aus 80 Prozent des Letztbezugs, nach den branchenüblichen Rententabellen mit 3,5 Prozent kapitalisiert, sowie dem Abfertigungsanspruch der zweiten Ehefrau Ruth zusammen.

Die in die Schlagzeilen geratene 6,8 Mio. Euro-Pensionsabfindung für Elsner wurde in einer Aufsichtsratssitzung im November 2000 beschlossen. Die Aufsichtsräte sollen den Tagesordnungspunkt lediglich per Tischvorlage vorgelegt bekommen haben.

Nach APA-Informationen ist die Auszahlung der riesigen Summe in zwei Etappen erfolgt, eine Tranche zu 3,6 Millionen, der Rest floss in einer zweiten Tranche. (APA/red)