Causa Hypo von

Fischer rügt Pröll,
Fekter und Spindelegger

Bundespräsident kritisiert schweigende Finanzminister und setzt auf U-Ausschuss

Heinz Fischer © Bild: APA/EPA/Singer

Bundespräsident Heinz Fischer übt in der Causa Hypo Kritik am Schweigen der früheren Finanzminister Josef Pröll, Maria Fekter und Michael Spindelegger (alle ÖVP): "Es gehört zweifellos zur politischen Verantwortung, sich nicht zu verweigern. Doch spätestens in einem Untersuchungsausschuss werden Antworten der früheren Finanzminister unausweichlich sein", so Fischer in der "Tiroler Tageszeitung".

Die drei Ex-Finanzminister haben sich bisher nicht öffentlich zum Hypo-Bericht der Griss-Kommission geäußert. Für diese Hypo-Kommission unter Vorsitz von Irmgard Griss findet der Bundespräsident lobende Worte: Sie habe einen "sehr klaren, faktenbasierten und obendrein lesbaren Bericht" verfasst. "Was mich negativ beeindruckt hat, waren die Verstrickungen und das Zusammentreffen von ungünstigen Voraussetzungen, die diesen Skandal so empörend groß gemacht haben."

"Maximalärgernis"

Der Skandal der Hypo Alpe Adria (jetzt Heta) sei ein "Maximalärgernis" und ein "schädlicher Dauerbrenner" für das politische Klima, erläutert Fischer im Interview mit der "TT" (Samstagsausgabe). Bei der Notverstaatlichung sieht das Staatsoberhaupt offene Fragen. "Aus Jux und Tollerei hat man die Verstaatlichung sicher nicht gemacht. Die damaligen Verantwortlichen haben sich sicher unter starken Druck gesetzt gefühlt. Dass das Blatt der Bayern wirklich so gut war, wie es damals aus Wiener Sicht ausgesehen hat, bezweifelt der Bericht", sagt Fischer. "Aus heutiger Sicht muss man Fragezeichen machen über die als einzige Lösung erscheinende Verstaatlichung."

Kommentare

gooseberry melden

Fischers Wortspende - interessant, fiel ihm derartiges zur Aussageverweigerung Faymanns vor dem Untersuchungsausschuss nicht ein.

christian95 melden

100% richtig!
Immer wieder hat man den Eindruck der ehemalig, langjährige SPÖ Klubobmann und nunmehrige Bundespräsident Fischer "ist am linke Auge völlig blind". Es ist auch die SPÖ die gemeinsam mit der ÖVP jegliche Aufklärung verhindern! (Auch der SPÖ Staatssekretär im Finanzministerium war beim Kauf eingebunden).
Nur die ganz Blöden glauben SPÖ+ÖVP wollen gemeinsam die FPÖ schützen.

Und man vergisst einen besonders interessanten Mann, den Herrn Präs. Peschorn. Der, der in der ZIB einen bes. peinlichen Auftritt hatte. Der hat nämlich die Verhandlungen um die Verstaatlichung orchestriert. Jetzt wird ihm offenbar der Boden zu heiss, warum hat man ihm damals vertraut, wenn die Bayern mit der Top-Liga von Anwälten kam?

Wird nix bringen. Der fette Pepi sitzt wie angenagelt auf seinem Versorgungsposten bei der Ra(i)ffeisen. Die Schotter Mizzi kümmerts auch kaum. Mit solch unfähigen Gestalten ist keine Politik zu machen.
Aber immer wieder gibts es tausende Dumme, die die ÖVP wählen.

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