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Wie Sie die Firmenfeier für
Ihre Karriere nutzen können

Darum sollten Sie dieses Event nicht auslassen - Tipps vom Netzwerk-Experten

Firmenweihnachtsfeier © Bild: Shutterstock.com

Gehören Sie zu jenen, deren oberstes Ziel bei der alljährlichen Firmenweihnachtsfeier es ist, bei der erst möglichen Gelegenheit die Fliege zu machen? Vielleicht sollten Sie Ihre Einstellung zu diesem Event noch mal überdenken. Wenn Sie es geschickt anstellen, können Sie es nämlich ideal für Ihre berufliche Karriere nutzen. Der Networking-Experte Michael Mayer erklärt, wie's geht.

Wann sonst bietet sich die Gelegenheit, in einem ungezwungenen Rahmen Kontakte zu knüpfen, wenn nicht auf der Firmenweihnachtsfeier? "Man sieht ständig die gleichen Gesichter, grüßt einander höflich auf dem Gang, aber wirklich kennen tut man den anderen nicht. Das ist eine verpasste Gelegenheit, das persönliche Netzwerk zu erweitern und den Arbeitsalltag angenehmer zu gestalten. Die betriebliche Weihnachtsfeier ist eine gute Gelegenheit, das zu ändern“, rät Mayer.

1. Netzwerken als Kontaktsport

Erfolgreiches Netzwerken beginnt schon bei der Sitzordnung. Setzen Sie sich nicht immer zu denselben Leuten, lernen Sie Kollegen aus anderen Abteilungen kennen. Kennen Sie einen Kollegen aus einer anderen Abteilung, sollten Sie dies ausnutzen. Bitten Sie diesen, Ihnen noch unbekannte Kollegen vorzustellen. Das erleichtert das Kennenlernen enorm. Zu zweit oder zu dritt ist es leichter, auf andere zuzugehen. Netzwerken ist ein Kontaktsport – werden Sie selbst aktiv anstatt herumzustehen und zu warten, bis Sie angesprochen werden.

2. Nicht mit der Tür ins Haus fallen

Hinterlassen Sie einen guten Eindruck bei einem lockeren Plausch mit dem Chef oder der Chefin. Auf der Weihnachtsfeier mit Themen wie Gehaltserhöhung, Beförderung oder Abteilungswechsel vorstellig zu werden, ist unpassend und wenig sympathisch. Eine offene, interessierte Haltung kommt dagegen bei Kollegen und Vorgesetzten gut an. "Netzwerken bedeutet immer zuerst Geben, anstatt zu Nehmen. Bleiben Sie entspannt, gehen Sie auf andere zu und interessieren Sie sich für Ihr Gegenüber. Denn wer zu verbissen an die Karriere denkt, strahlt das auch aus", rät der Netzwerk-Experte.

3. Grenzen einhalten

Unternehmen Sie nichts, das Ihnen am Tag danach peinlich sein wird. Dazu gehört der Klassiker, sich mit dem fünften Viertel Wein Mut anzutrinken, um mit dem Chef über brisante Themen zu plaudern. Und für alle Männer, so der Experte, sei erwähnt, dass Frauen nicht zu Netzwerkveranstaltungen gehen, um von Männern angebaggert zu werden. Die Weihnachtsfeier ist definitiv ein Networking-Event, bei dem man durchaus etwas gewinnen, aber auch sehr schnell an Ansehen und Reputation verlieren kann.

4. Seien Sie unkonventionell

Der Einstieg für das Gespräch muss nicht immer das Wetter oder das Essen sein. Den typischen Smalltalk führen andere. Überlegen Sie sich eine spannende Vorstellung und stellen Sie eine Verbindung her, beispielsweise "Ich habe erst kürzlich über Ihr Projekt gelesen, das ich sehr spannend finde. Können Sie mir mehr darüber erzählen?". Stellen Sie Ihrem Gegenüber im Gespräch ungewöhnliche Fragen: "Was waren die besten beruflichen Momente, die Sie in diesem Jahr erlebt haben?". Mit offen gehaltenen W-Fragen können interessante Gespräche entstehen.

5. Authentizität gewinnt

Bei allen Tipps: Bleiben Sie authentisch. Liefern Sie keine Showeinlage, wenn Sie eher zurückhaltend sind. Trumpfen Sie nicht nur dann mit großen Sprüchen auf, wenn alle hinsehen. Das durchschaut man schnell. Wer die Weihnachtsfeier dazu nutzen will, um seine Erfolge zur Schau zu stellen, wird damit nicht erfolgreich sein. Bleiben Sie sich selbst treu, das entspannt und Sie können den Abend genießen und Spaß haben. Ehrliches Interesse am Gegenüber währt länger und nachhaltiger.

Michael Mayer ist Nationaldirektor für Österreich und Deutschland des weltweit größten Unternehmernetzwerks für Geschäftsempfehlungen, Business Network International (BNI).

Kommentare

stever

Mit PartyPrintVienna.at gelingt jede Weihnachtsfeier!

ärsche lecken ist nicht jedermann sache. es gibt eh schon genug von der sorte.

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