Finnlands Präsidentin Halonen zu Gast in Österreich: Wachau-Besuch zum Abschluss

Fischer: "Besuch Symbol für reibungslosen Übergang" EU-Vorsitz geht am 1. Juli an die Skandinavier

Am zweiten und letzten Tag ihres Österreich-Besuchs hat die finnische Präsidentin Tarja Halonen gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer einen Ausflug in die Wachau unternommen. Im Stift Melk besichtigten die beiden Staatsoberhäupter sowie der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (V) u.a. die Bibliothek und lauschten in der Kirche Orgelklängen. Am 1. Juli übernimmt Finnland von Österreich die halbjährig wechselnde EU-Ratspräsidentschaft.

Der Bundespräsident wertete den Besuchs der Amtskollegin als "Symbol für den reibungslosen Übergang des EU-Vorsitzes von Österreich auf Finnland" und als "Beweis für die hervorragenden bilateralen Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten". "Ich habe mich gefreut über die positive Beurteilung des österreichischen EU-Vorsitzes durch die finnische Staatspräsidentin und bin überzeugt, dass der EU-Vorsitz auch in den nächsten sechs Monaten in den besten Händen sein wird", sagte Fischer gegenüber der APA. Zum europäischen Verfassungsvertrag, den Problemen der EU-Erweiterung, aber auch, was die Wichtigkeit des Kampfes gegen Arbeitslosigkeit betrifft, stellte der Bundespräsident identische Auffassungen mit Halonen fest.

Pröll hoffte im Zusammenhang mit der Übergabe der EU-Ratspräsidentschaft an Finnland, dass ein nächster Schritt im Hinblick auf eine europäische Verfassung gesetzt werden kann. "Damit wäre eine gute Verlängerung der Präsidentschaft Österreichs gegeben", sagte der Landeshauptmann laut Niederösterreichischer Landeskorrespondenz.

Nach der Visite in Melk fuhren Fischer und Halonen per Schiff auf der Donau nach Dürnstein und dann weiter nach Krems, wo sie einen Rundgang in der Altstadt unternahmen. Der Bundespräsident verabschiedete anschließend den Gast. (apa/red)