Finnischer Doppelsieg bei Rallye-WM in Norwegen: Hirvonen gewinnt vor Grönholm

Pech im Finish: Stohl fällt auf Platz 12 zurück

Mit einem finnischen Doppelsieg ist die norwegische Premiere in der Rallye-Weltmeisterschaft zu Ende gegangen. Mikko Hirvonen gewann den dritten WM-Lauf mit einem Vorsprung von 9,5 Sekunden auf seinen Ford-Werksteam-Kollegen Marcus Grönholm. Den Dreifach-Triumph für Ford vollendete der Norweger Henning Solberg als Dritter. Manfred Stohl brachte die Schlussetappe kein Glück, auf der letzten Sonderprüfung rutschte der Wiener von der Strecke und fiel mit einem Rückstand von 17:04,6 Minuten auf Rang zwölf zurück.

Der 26fache Rallyesieger Grönholm setzte sich mit 24 Zählern an die Spitze der Gesamtwertung vor dem in Norwegen punktlos gebliebenen Weltmeister Sebastien Loeb. Der Franzose gewann zwar 8 der 18 Prüfungen, nach zwei Ausritten auf der zweiten Etappe blieb dem Titelträger am Ende jedoch nur der 14. Gesamtrang. In der Marken-Wertung übernahm Ford nach dem zehnten Doppelsieg die Spitzenposition von Citroen.

"Das war eine Traum-Rallye für mich. Alles lief bestens. Ich habe keine Fehler gemacht und gewonnen. Ich freue mich riesig", sagte Hirvonen, der die Rallye vom Start weg dominierte. "Mikko fuhr eine perfekte Rallye. Ich kam nicht an ihn heran. Er hat diesen Sieg ehrlich verdient", meinte Grönholm. Im norwegischen Bruder-Duell um den dritten Podiumsplatz setzte sich der 34-jährige Henning Solberg mit 16,5 Sekunden Vorsprung auf seinen jüngeren Bruder Petter durch.

Für Stohl brachte die Premiere in Norwegen einen durchwachsenen Verlauf. Nach Platz sieben in Schweden war der OMV-Pilot auch in Norwegen bis zur letzten Sonderprüfung mit Platz sechs auf Punktkurs, nach 5,7 von 44,28 km rutschte der 34-Jährige jedoch in eine Schneewehe und verlor mehr als zehn Minuten. "Wir haben am Sonntag alles gegeben. Der Grat zwischen Erfolg und Ausfall ist bei diesen Bedingungen enorm schmal", schilderte Stohl. "Natürlich bin ich enttäuscht, freue mich aber zugleich auf die nächste Rally in Mexiko, wo es wieder auf Schotter geht."

Stohls OMV-Teamkollege Daniel Carlsson landete nach einem starken Finish auf dem siebenten Rang (+9:23,7 Min.), der Schwede wird nun in Mexiko pausieren und erst bei der Portugal-Rallye Ende März wieder zum Einsatz kommen. Andreas Aigner wurde Gesamt-20. und Dritter der Gruppe N. "Ich bin jetzt total erleichtert, wieder einmal die Zielflagge gesehen zu haben. Es war das Maximum, was ich hier erreichen konnte", meinte der Steirer.

(apa/red)