Finanzkrise: US-Präsident George W. Bush spricht sich für gemeinsames Vorgehen aus

"Stecken gemeinsam drin, kommen gemeinsam raus" Treffen der G7 sieht er als "produktive Begnung" an

Finanzkrise: US-Präsident George W. Bush spricht sich für gemeinsames Vorgehen aus © Bild: APA/EPA/Thew

US-Präsident George W. Bush hat bekräftigt, dass er in der Lösung der Finanzkrise eine globale Aufgabe sieht. "Wir stecken gemeinsam drin, und wir werden gemeinsam herauskommen", sagte Bush nach einem Treffen mit den Finanzministern der sieben führenden Industrienationen (G7) und den Chefs von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF), Robert Zoellick und Dominique Strauss-Kahn, im Weißen Haus. Bush sprach von einer "produktiven Begegnung", bei der US-Finanzminister Henry Paulson die jüngsten amerikanischen Schritte zur Wiederherstellung der Liquidität auf dem Finanzmarkt erläutert habe.

Bush sagte, die Menschen in den verschiedenen Staaten seien zu Recht besorgt. "Wir alle erkennen, dass es eine ernste globale Krise ist, die eine ernsthafte globale Antwort erfordert." Den USA komme "als Anführer bei der Antwort auf die Krise" eine besondere Rolle zu.

Wiederholt betonte der US-Präsident die Notwendigkeit kooperativer Schritte. Es müsse sichergestellt werden, dass die Aktionen des einen Staates nicht denen des anderen widersprächen oder sie untergraben würden. "Wir werden zusammenstehen und und alles Nötige tun", erklärte der Präsident. Er würdigte zugleich den Aktionsplan zur Stabilisierung der Finanzmärkte, auf den sich die G7 am Freitag geeinigt hatten.

G7 vereinbaren Fünf-Punkte-Plan
In dem Fünf-Punkte-Plan sagten G7-Finanzminister und Notenbankchefs zu, sie würden Zusammenbrüche großer Banken zum Schutz der Finanzsysteme verhindern und dem Sektor staatliche Mittel zugänglich machen.

US-Finanzminister Paulson sagte, die US-Regierung werde schon bald Anteile an gefährdeten Banken aufkaufen. Dies solle Teil des 700-Milliarden-Dollar umfassenden Rettungspaketes sein, das der US-Kongress in der vergangenen Woche gebilligt hatte. Es wäre das erste Mal seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren, dass die US-Regierung direkt in Banken investiert.

(apa/red)