Finanzkrise in Spanien von

Hilfe von 100 Milliarden Euro

Fekter bestätigt nach Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister Geldspritze

Finanzkrise in Spanien - Hilfe von 100 Milliarden Euro © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Spanien ist nach wochenlangen Spekulationen über sein angeschlagenes Bankensystem unter den europäischen Rettungsschirm geschlüpft. Die Regierung in Madrid wird bis zu 100 Milliarden Euro von den Eurozone-Staaten erhalten, entschieden die EU-Finanzminister bei einer Telefonkonferenz. Die Euro-Partner hatten Spanien seit Wochen gedrängt, Hilfe anzunehmen.

Die Geldmenge werde ausreichen, um alle Zweifel an der Stabilität der spanischen Banken auszuräumen, zeigte sich Finanzminister Luis de Guindos überzeugt. Die genaue Summe und Details sollen in den kommenden Tagen vereinbart werden. Der unmittelbare Rekapitalisierungsbedarf der Finanzinstitute des Mittelmeer-Staates werde auf 40 bis 60 Milliarden Euro geschätzt, dazu komme noch ein beträchtlicher Restrukturierungsaufwand sowie ein Puffer, um das Vertrauen der Märkten wiederzubekommen, so Finanzministerin Fekter nach der Telefonkonferenz.

Gelder für notleidende Banken
Derzeit steht noch nicht fest, ob die Hilfen aus dem aktuellen Rettungsfonds EFSF oder dessen Nachfolger, dem ab Juli geplanten permanenten Fonds ESM fließen sollen. Die Hilfen sollen nach Angaben von De Guindos an den staatlichen spanischen Bankenrettungsfonds FROB gezahlt werden, der die Gelder dann an notleidende Banken weitergeben soll.

Prüfung der genauen Lage
Bisher hat Spanien den Finanzbedarf zur Stabilisierung der Banken nicht beziffert. Dazu sollen zwei unabhängige Gutachten abgewartet werden. Nach Eingang des offiziellen Antrags sollen laut einer Mitteilung von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank, die Europäische Bankenaufsicht und der Internationale Währungsfonds die Lage in Spanien prüfen und Vorschläge machen, welche Auflagen für Reformen im spanischen Finanzsektor der Regierung in Madrid für die Unterstützung gemacht werden sollen.

Keine zusätzlichen Belastungen für Österreich
Von Fekter hieß es, die spanische Wirtschaft und die Budgetkonsolidierung des Landes seien auf einem guten Wege. Die Situation sei nicht befriedigend, aber - im Gegensatz zu Griechenland - liegt nach Ansicht der Finanzministerin das Problem vor allem bei den Banken, nicht im maroden Staatshaushalt. Für Österreich bedeute die EU-Hilfe für Spanien keine zusätzlichen Belastungen. Eine Kettenreaktion auf weitere Euroländer befürchtet Fekter nicht, dafür gebe es keine Anzeichen.

Kommentare

simm1111
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Griechenland=Spanien Na super, das haben sie bei Griechenland auch gesagt das die erste Hilfe völlig ausreichend ist, was ist aber geworden, ein Fass ohne Boden! Und das beste ist alles nur für Banken, nicht für das Volk, alles nur zur Stützung der Manager die sich dann einen Boni dafür für auszahlen lassen das sie die Bank gerettet haben!!! Und die sogenannten Volksvertreter helfen denen auch noch, unfaßbar!!!

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Re: Griechenland=Spanien Ja, mit den 4500 Milliarden, die bisher in die Banken gebuttert wurden, hätte man wohl so einiges im Gesundheitswesen, im Bildungssystem und bei der Arbeitslosigkeit aller europäischen Länder tun können und es wäre sich sogar noch ausgegangen das Hungerproblem aus der Welt zu schaffen, wofür laut UNO gerade mal 7 Milliarden Euro benötigt würden. Läppische 7 Milliarden dafür, dass nicht jede 5.Sekunde ein Kind an Hunger verreckt, sind halt nicht und nicht aufzutreiben, aber 4500 Milliarden für Banken schütteln wir in 3 Jahren ganz locker aus dem Ärmel.

Der Irrsinn hat neue Dimensionen erreicht, und im Gegensatz zur Wirtschaft kann er wohl unendlich wachsen. Man lebt ja so gerne inmitten dieser Spezies.

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