Finanzkrise erfasst weitere deutsche Bank: Düsseldorfer Hypobank wird nun verkauft

Institut wird an Einlagensicherungsfonds übertragen Kapitalzufuhr von 100 Millionen Euro half nicht mehr

Die Finanzkrise hat eine weitere deutsche Bank in Schwierigkeiten gebracht: Die Düsseldorfer Hypothekenbank wird verkauft. Die Eigentümer hatten sich entschlossen, das Institut vorübergehend auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken zu übertragen. Die Bank solle in einem geordneten Verfahren einem neuen Eigentümer zugeführt werden. Die Bedienung und Einlösung der Pfandbriefe sei gesichert. Mit dem Schritt würden "die Schwierigkeiten überwunden, in die das Institut in dem jetzigen angespannten Marktumfeld geraten" sei.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin und die Bundesbank seien über die Transaktion unterrichtet, teilte der Bundesverbandes deutscher Banken weiter mit. "Bankaufsichtliches Handeln" sei nicht nötig gewesen.

Finanzkrise vernichtet Gewinne
Die Finanzkrise hatte 2007 den Gewinn der Düsseldorfer Bank, die in der Staatsfinanzierung und der Immobilienfinanzierung tätig ist, aufgezehrt. Zur Stärkung der Kapitalbasis hatte die Unternehmerfamilie Schuppli als Alleinaktionärin der Hypothekenbank im Februar diesen Jahres 100 Mio. Euro zugeführt. Weitere 50 Mio. Euro stünden auf Abruf bereit, hieß es vor zwei Monaten weiter.

Die Bank mit einer Bilanzsumme von knapp 27 Mrd. Euro hatte damit auch auf einen von der BaFin in Auftrag gegebenen Sonderbericht der KPMG-Wirtschaftsprüfer reagiert. Darin sei eine Prüfung der Strategie und eine Kapitalzufuhr gefordert worden.

Die Düsseldorfer Hypothekenbank teilte mit, ihre Eigentümer hätten 94 Prozent der Anteile an die Beteiligungsgesellschaft Resba verkauft, die vom BdB-Sicherungsfonds verwaltet würden. Die restlichen sechs Prozent der Anteile seien an die Einlagensicherungs- und Treuhandgesellschaft gegangen, diese Anteile würden vom Prüfungsverband deutscher Banken gehalten.

(apa/red)