Finanzinvestoren lassen Opel abblitzen:
Keine Hoffnung auf diesen Rettungsanker

Britischer Investor will dieses Risiko nicht eingehen Europa-Gesellschaft wäre nur Scheinselbständigkeit

Finanzinvestoren lassen Opel abblitzen:
Keine Hoffnung auf diesen Rettungsanker © Bild: APA/DPA/Federico Gambarini

Der angeschlagene Autobauer Opel kann nach einem Pressebericht für seine Rettung nicht auf internationale Finanzinvestoren zählen. Große Private-Equity-Gesellschaften lehnten eine Beteiligung an einem europaweiten Opel-Konzern ab, berichtete "Die Welt" unter Berufung auf einen Finanzinvestor in London. Zwischen dem britischen Finanzinvestor CVC und Opel gebe es demnach keine Gespräche.

"Es ist eine Scheinselbstständigkeit, die durch die Gründung einer Europa-Gesellschaft mit Opel erreicht würde. Gegenüber unseren Kunden können wir nicht rechtfertigen, dass wir in ein solches Risiko-Investment Geld reinstecken", zitierte die Zeitung den Finanzinvestor. Zwischen dem britischen Finanzinvestor CVC und Opel gebe es keine Gespräche, sagte eine CVC-Sprecherin der Zeitung. Betriebsrat, Opel-Management und Politiker hatten in den vergangenen Tagen immer wieder Finanzinvestoren ins Spiel gebracht, die bei Opel einsteigen könnten.

Die amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) kann derzeit nur mit staatlichen Notkrediten überleben und ist schon in wenigen Wochen von der Insolvenz bedroht, wenn weitere Milliardenhilfen ausbleiben. An diesem Mittwoch kommt der Opel-Aufsichtsrat am Stammsitz des Unternehmens in Rüsselsheim zu einer regulären Sitzung zusammen.

Eine Pleite des deutschen Autoherstellers Opel würde den Staat einer Studie zufolge Milliarden kosten. Mit 6,5 Milliarden Euro, unter anderem für Arbeitslosengeld, müsste die deutsche Regierung rechnen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Forschungsinstituts CAR. Diesem Betrag stünden 3,3 Milliarden Euro gegenüber, die Opel als Krisenüberbrückung vom Staat verlangt hat.
(apa/red)