Filmemacherin von der Realität eingeholt: Kathryn Bigelow arbeitete an "Kill Bin Laden"

Projekt war über fehlgeschlagenen Einsatz geplant Oscar-Regisseurin könnte jetzt Interesse verlieren

Filmemacherin von der Realität eingeholt: Kathryn Bigelow arbeitete an "Kill Bin Laden" © Bild: Reuters

Überraschend war die Nachricht von Osama bin Ladens Tod - auch für Kathryn Bigelow. Die Regisseurin hatte gemeinsam mit Co-Drehbuchautor Mark Boal an einem Film unter dem Titel "Kill Bin Laden" gearbeitet. Nun hat sie die Realität eingeholt, was ihr jedoch keinesfalls schaden muss. In Hollywood hat der Wettlauf um die Verfilmung des Thrillers bereits gestartet. Bigelows Projekt hat einen deutlichen Vorsprung, wie das Branchenblatt "Variety" berichtet. Das Drehbuch müsse lediglich umgeschrieben werden, ehe die Vorbereitungen für die Dreharbeiten fortgesetzt werden.

"Kill Bin Laden" erzählt demnach von einem fehlgeschlagenen US-Spezialeinsatz gegen den Chef der Terrororganisation Al-Kaida, wie das Magazin "Hollywood Reporter" unter Berufung auf das Umfeld der Regisseurin berichtete. Nach Einschätzung des Mediums könne Bigelow aber angesichts der zahlreichen ähnlichen Filmprojekte, die nun geplant würden, auch das Interesse an dem Thema verlieren. Bigelow und Boal sollen die Nachrichten derzeit "verdauen" und sich im Laufe der Woche über den nächsten Schritt klar werden.

Ausweich-Projekt
Die Regisseurin und der Autor, die bereits hinter dem Oscar-prämierten Soldaten-Drama "The Hurt Locker" standen, haben zudem ein weiteres Projekt in den Startlöchern: "Triple Frontier" spielt in der Grenzzone zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien und sieht Tom Hanks in der Hauptrolle.

(apa/red)