FIFA lässt gegenüber Peru Muskeln spielen:
Andenstaat von Bewerben ausgeschlossen

FIFA reagiert auf politische Interventionen in Fußball Regierung erkannte Verbandspräsidenten nicht an

FIFA lässt gegenüber Peru Muskeln spielen:
Andenstaat von Bewerben ausgeschlossen © Bild: Reuters

Der Fußball-Weltverband FIFA hat Peru laut Angaben eines hohen Funktionärs des südamerikanischen Kontinental-Verbandes CSF von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte dem Andenstaat in der Vorwoche ein Ultimatum gestellt, politische Interventionen in den Fußball einzustellen und einen Aktionsplan vorzustellen. "Die FIFA hat Peru von allen Aktivitäten ausgeschlossen", erklärte CSF-Generalsekretär Eduardo de Luca nach Ablauf der Frist.

Die peruanische Regierung erkennt Manuel Burga wegen dessen angeblich irregulärer Wahl nicht als Präsidenten des Landesverbandes FPF an. Burga wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Vonseiten der Regierung Perus war bereits zuvor verlautbart worden, dass man "Erpressungsversuche" der FIFA nicht akzeptieren werde.

Der Fußball-Weltverband bestätigte inzwischen per Aussendung den Ausschluss Perus "mit sofortiger Wirkung" gültig für alle internationalen Bewerbe für Clubs, Nationalteams, Schiedsrichter und Offizielle aufgrund von anhaltenden politischen Interventionen. Die FIFA-Statuten sehen für Einflussnahme der Politik die Suspendierung des jeweiligen Landesverbandes mit allen Mannschaften vor.

Der Weltverband stellte klar, dass der Landesverband des Andenstaates lediglich wieder auf der Basis von Verhandlungen mit dem Präsidenten und dem Vorstand des FPF in die Fußball-Community aufgenommen werden kann. Das FIFA-Exekutivkomitee wird die Causa am 19./20. Dezember in Tokio diskutieren.
(apa/red)