FIFA veröffentlicht Bilanzen: Ende 2005 gab es ein Plus von fast 300 Millionen Euro!

Bedrohung durch Terror erfordert höhere Reserven Abhängigkeit von Fußball-WM soll reduziert werden

Der Weltfußballverband FIFA hat bei seiner Finanz-Medienkonferenz angekündigt, seine monetären Strukturen neu zu gestalten. Grund dafür sei die wachsende Bedrohung durch Terroranschläge, was mehr Geld-Reserven erfordert. Bis Ende 2005 hat die FIFA ein Plus von 293 Mio. Euro akkumuliert, allein 2005 erzielte der Weltfußballverband einen Überschuss von 135,8 Mio. Euro.

Laut General-Sekretär Urs Linsi sollen in Zukunft verstärkt Geld- Reserven angehäuft werden, um die Abhängigkeit vom "Flaggschiff Fußball-WM" zu reduzieren. "Ausreichende Eigenmittel, welche die FIFA im nächsten Zyklus durch einen sorgfältigen Umgang mit ihren Einnahmen zusätzlich vergrößern will, sind deshalb unerlässlich, weil heute für eine Veranstaltung in der Größenordnung der Fußball-WM keine Ausfallversicherung mehr in gewünschtem Masse angeboten wird", meinte Linsi in Zürich.

Bisher war es Usus, dass laufenden Kosten aus den Einnahmen einer bevorstehenden WM vorfinanziert wurden. Versicherungspolicen sollten die finanziellen Risiken der Großveranstaltung im Falle einer Absage absichern.

Seit dem Attentat vom 11. September 2001 wäre es aber unmöglich geworden, eine Versicherungsgesellschaft zu finden, die dieses Risiko auf sich nimmt. Nur mit viel Mühe und erheblichem finanziellen Verlust war es der FIFA 2002 gelungen, sich auf dem internationalen Rückversicherungsmarkt einen neuen Deckungsschutz zu besorgen. Im WM- Zyklus 2003 bis 2006 wurde daher das Hauptaugenmerk darauf gelegt, Eigenkapital aufzuhäufen. Laufende Kosten sollen in Zukunft aus den Mitteln gedeckt werden, welche nach der Endrunde zur Verfügung stehen. (apa/Red)