FIA erlässt Türkei Hälfte der 5 Mio. Dollar-
Strafe: Reduzierte Strafe bereits bezahlt

Wegen Politaffäre beim WM-Lauf in Istanbul verhängt

Der Internationale Automobil-Verband (FIA) hat den Organisatoren des Formel-1-Grand-Prix der Türkei die Hälfte der Fünf-Millionen-Dollar-Strafe (3,75 Mio. Euro) erlassen, die wegen einer Politaffäre beim WM-Lauf 2006 in Akfirat/Istanbul verhängt worden war. Das berichteten türkische Medien unter Berufung auf den Präsidenten des türkischen Automobilverbandes, Mümtaz Tahincioglu.

Nach dem Rennen im August 2006 hatte der Führer der türkisch-zyprischen Volksgruppe, Mehmet Ali Talat, den Pokal an den brasilianischen Sieger Felipe Massa überreicht. Die FIA sah darin eine Verletzung der Neutralität, weil die Organisatoren Talat als "Präsidenten der Türkischen Republik Nordzypern" vorgestellt hatten. Diese ist im Gegensatz zur (griechischen) Republik Zypern international nicht anerkannt. Die damit auf 2,5 Millionen Dollar (1,87 Mio. Euro) reduzierte Strafe haben die GP-Organisatoren bereits gezahlt.

(apa/red)