FIA lenkt nach lauten Teamprotesten ein:
WM-Titel an Fahrer mit meisten Punkten

Alter Modus wird nach Kontroversen beibehalten Teamvereinigung FOTA hatte zuvor Protest eingelegt

FIA lenkt nach lauten Teamprotesten ein:
WM-Titel an Fahrer mit meisten Punkten © Bild: Reuters

Der Internationale Automobil-Verband (FIA) hat sich dem Widerstand aus dem Fahrerlager gebeugt. Die Formel-1-WM wird nach demselben Modus wie im Vorjahr entschieden. Demnach geht der Titel an jenen Fahrer mit den meisten WM-Punkten, nicht an jenen mit den meisten Grand-Prix-Siegen. Diese Entscheidung geht aus den neuen Richtlinien hervor, die die FIA auf ihrer Website veröffentlicht hat.

Darin ist in Paragraf 6.1 unter dem Punkt "Weltmeisterschaft" zu lesen: "Der Fahrertitel der Formel-1-WM geht an jenen Fahrer, der die meisten Punkte erzielt hat, unter Berücksichtigung der Ergebnisse aller Veranstaltungen, die stattgefunden haben." Die FIA verwarf damit ihren eigenen Beschluss, den Titel schon ab dieser Saison dem Piloten mit den meisten Rennsiegen zuzusprechen.

Protestweller von Fahrern und Teams
Bei den Teams hatte sich gegen die vergangene Woche sehr kurzfristig getroffene Entscheidung Widerstand geregt, das neue System ist für 2010 allerdings weiterhin ein Thema. Vorerst bleibt alles beim Alten. Demnach erhält der Sieger eines Grand Prix weiterhin zehn Punkte. Die weiteren Zähler werden nach dem Format 8-6-5-4-3-2-1 an die sieben folgenden Piloten vergeben.

Den Vorschlag der Teamvereinigung FOTA, das Punktesystem zu ändern, hatte der Motorsport-Weltrat der FIA vergangene Woche verworfen. Die Teams hätten Siege gerne mit zwölf Punkten belohnt, um den Anreiz zu erhöhen, bis zum Schluss um Platz eins zu kämpfen, statt sich mit guten Punkten dahinter zufriedenzugeben. Nach diesem Format hätte im Vorjahr nicht Lewis Hamilton, sondern der Brasilianer Felipe Massa im Ferrari den Titel geholt.

(apa/red)