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Als die Finanzkrise ausbrach, hat die Republik Österreich ein großzügiges Paket geschnürt, um den Banken bei Bedarf helfen zu können. Die entsprechenden Töpfe sind noch zu weniger als der Hälfte ausgeschöpft, zuletzt wurden 450 Mio. Euro für die Kärnten-Hypo fällig.

So hat die Republik im Rahmen des Finanzmarktstabilitätsgesetzes 15 Mrd. Euro zur Verfügung. Davon flossen bisher 1,75 Mrd. Euro an die Raiffeisen Bank, 1,224 Mrd. Euro an die Erste Bank, eine Mrd. Euro an die Volksbanken und 900 Mio. Euro an die Hypo Alpe Adria. Für dieses Institut kommen mit dem heutigen Beschluss weitere 450 Mio. Euro dazu. Außerdem gab es aus diesem Topf 1,2 Mrd. Euro Bilanzierungsstützungsgarantie für die Kommunalkredit und 400 Mio. Euro Haftung für die Constantia Privatbank. Letzterer Betrag dürfte nun wieder zurückfließen, da die Bank von Investoren gekauft wurde.

Zusätzlich steht aus dem Interbankmarktstabilitätsgesetz ein Rahmen von 65 Mrd. Euro an Haftungen zur Verfügung. Davon gingen bisher 4 Mrd. Euro an die Clearing Bank und 22,1 Mrd. Euro an diverse andere Programme, sodass noch 38,8 Mrd. Euro frei verfügbar sind.

Der Nettogewinn der Raiffeisen Zentralbank (RZB) hat sich in den ersten neun Monaten 2009 wieder stabil entwickelt. Unterm Strich konnte ein Nettoergebnis von knapp 400 Mio. Euro eingefahren werden. An eine Rückzahlung der staatlichen Finanzspritze denkt man bei der RZB aber noch nicht: "Wir wissen nicht, was 2010 bringt", sagte Chef Walter Rothensteiner. Würde die RZB wenige Monate nach dem Einschuss schon eine vorzeitige Tilgung ankündigen, "stellt man vielleicht Fragen nach unseren Planungen, hat den Verdacht, dass wir das nicht brauchen." Allerdings: "Wenn wir in einem Jahr meinen, die Krise ist ziemlich abgeebbt, kann man davon reden."