Feuerinferno in Kalifornien forderte erste Todesopfer: Zwei Feuerwehrleute starben

Tausende Menschen vor Waldbränden auf der Flucht 6.500 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen

Feuerinferno in Kalifornien forderte erste Todesopfer: Zwei Feuerwehrleute starben © Bild: Reuters/Anzuoni

Zwei Feuerwehrleute sind bei einem Unfall während der Bekämpfung der heftigen Waldbrände im Süden Kaliforniens getötet worden. Die beiden Männer starben bei einem Einsatz südlich der Stadt Acton, als ihr Fahrzeug von der Straße abkam und einen Abhang hinunterstürzte. Die Brände um die Filmstadt Los Angeles breiten sich seit Tagen aus und bedrohen tausende Häuser.

Eines der Feuer hat eine Länge von rund 30 Kilometern und ist in einer dicht bewohnten Gegend nördlich von Los Angeles außer Kontrolle.

Notstand ausgerufen
Gouverneur Arnold Schwarzenegger warnte Bewohner davor, Aufforderungen zum Verlassen ihrer Heime zu ignorieren. "Es gibt wieder Menschen, die Verbrennungen erleiden und wirklich schwer verletzt werden, weil sie nicht zuhören", sagte Schwarzenegger. Er hatte am Freitag für die betroffenen Gebiete den Notstand ausgerufen.

Tausende Hektar Land verwüstet
Nach Angaben der Forstbehörde fielen bereits 14.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. In Gefahr ist auch das historische Himmelsobservatorium und eine TV-Übertragungsstation auf dem berühmten Mount Wilson nordöstlich von LA, wie die Zeitung "Los Angeles Times" berichtete. Über die Station werden die wichtigsten TV-Programme für Los Angeles übertragen und zwei Drittel der UKW-Radioprogramme.

Seit Anfang August verbrannten in Kalifornien nach Regierungsangaben mehr als 47.000 Hektar Land. Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat wird immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. Bei den schlimmsten Feuern im Jahr 2007 mussten 670.000 Menschen zeitweilig ihre Häuser verlassen, 2.000 Häuser gingen in Flammen auf.
(apa/red)