Fakten von

Festnahmen bei Anti-
Terror-Einsatz in Frankreich

Behörden gehen gegen Israel-feindliche Schiiten vor

Bei dem Anti-Terror-Einsatz gegen mutmaßliche Islamisten in Frankreich hat es Festnahmen gegeben. An der Razzia in der Nähe der Hafenstadt Dünkirchen am Ärmelkanal waren rund 200 Polizisten beteiligt, wie es am Dienstag vonseiten der Behörden hieß. Der Einsatz richtete sich demnach gegen eine Israel-feindliche islamische Organisation.

Drei Verantwortliche seien wegen illegalen Waffenbesitzes in Polizeigewahrsam. Die Polizei durchsuchte den Angaben zufolge den Sitz eines der größten schiitischen Zentren Europas in dem Ort Grande-Synthe westlich von Dünkirchen. Auch die Wohnungen der Hauptverantwortlichen des sogenannten Zentrums Zahra Frankreich wurden durchsucht. Nach Angaben aus der Präfektur wird ihnen die Unterstützung radikalislamischer Gruppen wie der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hisbollah vorgeworfen, die vom Iran unterstützt werden.

Zugleich froren die Behörden das Vermögen der Organisation für vorerst sechs Monate ein, wie aus einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret hervorgeht. Ziel des 2009 gegründeten Zahra-Zentrums ist es nach eigenen Angaben, "die Botschaft des Islam" in Frankreich zu verbreiten.

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