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Es geht um die Wurst

Dieses Wochenende dreht sich in Wien alles um die wunderbare Welt der Würste

Wurst © Bild: iStockphoto

Die Wiener lieben ihre Würstlstände. Deshalb war ein Festival zwischen Bratwurst und Käsekrainer schon längst überfällig. Von 11. bis 13. September dreht sich deshalb beim "Fest der Wurst" alles um die wunderbare Welt der Würste.

Eine gute Wurst wissen viele nur nach einem ausgedehnten Streifzug durchs Nachtleben zu schätzen. Dann bei einem Würstelstand einkehren, die Wurst der Wahl in viel Senf eintunken, etwas Kren dazu - und schon ist die Welt in Ordnung. Die Gründer des Vereins "Wiener Sausage", Markus Weber und Florian Steininger, sehen das freilich anders: Käsekrainer, Frankfurter und Co. haben schließlich viel mehr zu bieten; nicht nur kulinarisch, sondern auch historisch und kulturell. Deshalb widmen sie dem unterschätzten Snack ein kleines Festival.

Besondere Würste verkosten

Beim "Fest der Wurst" kann man diese im Schanigarten des "Heuer" am Karlsplatz von einer anderen Seite kennenlernen. Verkostungen von Würsten aus kleinen Manufakturen, Biohöfen und Fleischereien wird es ebenso geben wie ein Wurstdinner, Vorträge, eine Preisverleihung, kulturelle Beiträge und Seminare.

Amüsante Anekdoten

"Wobei das keine Foodie-Expertenvorträge sein sollen, bei denen der Salzgehalt oder ähnliche Details diskutiert werden. Es geht einfach darum, die Wurst neu zu entdecken", verspricht Weber. Beim "Fest der Wurst" steht allerdings nicht nur der Genuss im Mittelpunkt - auch über die Geschichte der Wurst wird man einiges erfahren. Etwa so einige Anekdoten: 1858 konnte etwa Adalbert Stifter nicht auf seine Wurst verzichten und ließ sich "20 Paar Frankfurter" per Eilgut von Wien nach Linz übersenden. Auch Kaiser Franz Josef wollte sein tägliches Gabelfrühstück aus den so flaumigen Frankfurter Würstln nicht missen. Und ein historisch wertvolles Datum für Wurstfans: Am 14. Mai 1805 wurden die "merkwürdigen Gebilde" im Schaufenster des aus Frankfurt nach Wien gekommenen Fleischhauermeisters Johann Georg Lahner in seinem Geschäft Am Schottenfeld Nr. 274 erstmals journalistisch erwähnt.

Festival-Tipps

Neben der Verkostung sind mit Sicherheit der Vortrag von Peter Kubelka zum Thema "Die Wurst, das Tier aus dem Paradies" (Samstag, 19:00) und das sonntägliche Frühschoppen mit Weißwurst und Weißbier (ab 10:30) besonders empfehlenswert. Bezahlt wird beim Fest übrigens mit einer eigens kreierten Währung, dem "Wienerli".

Infos zum "Fest der Wurst"
Von 11. bis 13. September dreht sich beim Heuer am Wiener Karlsplatz alles um die Wurst. Freier Eintritt, bezahlt wird an den Ständen "Wienerlis": Ein "Wienerli" entspricht drei Euro. Programm unter www.wienersausage.com

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