Ski Alpin von

Fenninger kämpft um
Mini-Chance im Gesamtweltcup

157 Punkte Rückstand auf Höfl-Riesch - Aare-Riesentorläufe werden entscheidend

Anna Fenninger jubelt in Crans Montana © Bild: GEPA pictures/ Philipp Brem

In Aare in Schweden werden von Donnerstag bis Samstag die Weichen im alpinen Ski-Weltcup der Damen 2013/14 gestellt. Anna Fenninger kämpft vor allem in den beiden Flutlicht-Riesentorläufen um ihre Chance, die 157 Punkte voraus liegende Maria Höfl-Riesch noch einzuholen. Im Disziplinen-Weltcup kann Lokalmatadorin Jessica Lindell-Vikarby den Sack zumachen.

Im Riesentorlauf ist Fenninger auf jeden Fall stärker als Höfl-Riesch. Das Rennen am Donnerstag (13.30/16.30 Uhr, LIVE im Ski-Center von NEWS.AT) ist kurioserweise der erste Weltcup-Riesentorlauf bei den Damen seit Lienz kurz vor dem Jahreswechsel und damit mehr als zwei Monaten. Es ist der Ersatz für Kranjska Gora, wohin der Bewerb nach der Absage in Maribor vergeben worden war, dann aber neuerlich nicht stattfinden konnte.

In Lienz hat Fenninger gewonnen, danach bei Olympia Silber geholt. Höfl-Riesch ist sich der Situation bewusst: "Dass mir Anna auf den Pelz rückt, wusste ich. Ich muss besser kämpfen und besser fahren, dann hoffe ich, dass es reicht." Der zweite "Riesen" am Freitag steigt um 15.45 bzw. 18.45 Uhr, die Startzeiten für den Slalom am Samstag sind 10.30 und 13.30 Uhr.

Maria Höfl-Riesch bei der Abfahrt der Damen in Crans Montana
© GEPA pictures/ Philipp Brem Höfl-Riesch ist einmal mehr die große Gejagte

Lindell-Vikarby steht vor Disziplinen-Weltcup

Die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby hat aktuell 110 Punkte Vorsprung auf ihre Landsfrau Maria Pietilä-Holmner (222), die ihres Zeichens mit Fenninger (218), Kathrin Zettel (216) und Mikaela Shiffrin (212) fast gleichauf liegt. Der Kampf um die Riesentorlauf-Kugel ist aber auch deshalb interessant, weil hier Fenninger die besten Chancen gegen Höfl-Riesch hat. Die Deutsche kann dafür am Samstag im Slalom "kampflos" punkten, weil Österreichs Super-G-Olympiasiegerin in dieser Disziplin nicht antritt.

Die Chancen auf eine erfolgreiche Aufholjagd Fenningers sind durchaus vorhanden. Höfl-Riesch hat mit Olympiagold in Sotschi ihr Saisonziel bereits erreicht und denkt laut über einen Rücktritt nach, Fenninger fährt hingegen womöglich in der Form ihres Lebens. ÖSV-Damenchef Jürgen Kriechbaum stellte die große Kugel aber bewusst nicht in den Fokus. "Wer bis zum Schluss die Konzentration behält, wir das Rennen machen", ist der Erfolgs-Coach überzeugt.

Entscheidung erneut durch Riesentorlauf?

Womöglich fällt die Vorentscheidung in den beiden Aare-Riesentorläufen. Schließt Fenninger da auf Höfl-Riesch auf, ist beim folgenden Finale in Lenzerheide alles möglich. Höfl-Riesch weiß das gut. Ihren bisher einzigen Weltcup-Gesamtsieg holte sie beim Finale im März 2011, nachdem der Riesentorlauf abgesagt wurde, mit nur drei Punkten Vorsprung auf US-Star Lindsey Vonn.

Kommentare

Anna, du bist die Beste! Grüße aus Slowenien!

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