Rainhard platzt der Kragen

Über Koks bei der Amadeus-Verleihung und den Schwindel bei der ORF-Millionenshow

Austropop-Sänger Rainhard Fendrich sorgt nach seinem Koks-Skandal und dem Streit mit Ambros wieder einmal für Aufregung. In TV-MEDIA packt er darüber aus, wie es um Koks in der Musikszene bestellt ist und dass es bei der ORF-Millionenshow, die er selbst einige Zeit moderiert hat, nicht mit rechten Dingen zugeht.

von Rainhard Fendrich © Bild: APA/Pfarrhofer

Bei der Millionenshow habe Fendrich als Moderator aufgehört, "weil es nicht mit rechten Dingen zugegangen ist", wie er gegenüber TV-Media sagt. Als er das bei einer Redaktionssitzung ansprach, wurde ihm "wurde ihm ein "Maulkorb verpasst". "Da wusste ich: Das ist nichts mehr für mich", und so stieg er aus der Sendung aus.

Mittlerweile rudert er wieder zurück. "Es lag nie in meiner Absicht, den ORF, der einen wesentlichen Beitrag zu meiner Karriere geleistet hat, zu diffamieren!", so der Austropop-Sänger auf seiner Facebook-Seite. Und weiter: "Niemals würde ich es wagen wollen, dem ORF bezüglich der Millionenshow Schwindel zu unterstellen. Ich war einfach zu vorlaut, weil ich mein Herz auf der Zunge trage."

Inzwischen hat er sich deshalb auch beim ORF persönlich gemeldet: "Dafür habe ich mich bei Intendantin Kathi Zechner und Edgar Böhm schriftlich entschuldigt in der Hoffnung, sie nehmen diese an, weil ich zu viele erfolgreiche Produktionen in diesem Haus gemacht habe, als dass ich das Nest in dem ich "groß" geworden beschmutzen wollte." Schließlich hat er dem Sender viel zu verdanken.

Über Koks auf der Amadeus-Verleihung

Aber auch über Drogen in der Musikszene hat sich der Sänger ausgelassen, nachdem er gefragt wurde, ob er noch blöde Sprüche wegen des Koks-Skandals zu hören bekomme. "Gehen S' einmal zur Amadeus-Verleihung aufs Klo! Ich habe es längst hinter mir, ich brauch's nimmer. Die, die sich aufregen sind diejenigen, die es nicht hinter sich haben" ätzt er über seine Musik-Kollegen.

Fendrich ist der "Kragen geplatzt"

Auch dazu wollte er einige Dinge im Nachhinein auf seiner Facebook-Seite klarstellen: "Was die Toiletten beim "Amadeus" betrifft kann ich nur sagen, dass mir nach sieben Jahren in denen ich andauernd auf meine Kokain-Vergangenheit angesprochen wurde, einfach mal der Kragen geplatzt ist. Ich habe für meine Fehler gebüßt. Ich habe hart an meinem "Come Back" gearbeitet und ich habe es einfach satt permanent darauf angesprochen zu werden, nur weil ich einen bekannten Namen habe."

"Die verlogene Doppelmoral einer Szene"

Dennoch teilt er wieder aus: "Die verlogene Doppelmoral einer Szene, mit der ich schon lange nichts mehr zu tun habe, ist irgendwann einmal nicht mehr zu ertragen. Ich kritisiere in keiner Weise diese Veranstaltung, die so wichtig für die gesamte Musiklandschaft dieses Landes ist, ich hätte auch "Grammy" oder "MTV Award" sagen können, aber es ist irgendwann der Punkt erreicht, wo man Klartext reden muss. Ich werde den programmierten Sturm der Empörung aushalten, doch jede Empörung darüber ist auch ein "Outing". Wer frei von Schuld ist..."

Kommentare

Willy Wien

Fendrich und Koks? Das wird (oder ist schon) seit dem Skandal im in die Geschichte eingehen. Kann seit dem seinen Namen und seine Musik nicht mehr hören, Radiosender wird sofort umgeschaltet. Der kann nie so groß werden wie der leider zu früh verstorbene Georgi Danzer.

Na fein, erst groß den Mund aufmachen und dann kleinlaut beim ORF zu Kreuze kriechen. Wer erträgt eigentlich diesen peinlichen Menschen noch?
Herr Fendrich hat wieder einmal bewiesen welch biegsames Rückgrat er doch hat, obwohl wir das ja ohnehin schon alle wussten.
Entweder man steht zu seinen Aussagen oder man hält den Mund.
Peinlich und entbehrlich, Herr Fendrich!

giuseppeverdi melden

Was hinter vorgehaltener Hand von der Millionenshow im "gemeinen Volk" schon immer gesagt worden ist, hat nun jemand offen ausgesprochen (es gilt die Unschuldsvermutung). Schlimm ist nur, dass der, der "sein Herz auf der Zunge trägt" nicht das Rückgrat hat, das was er gesagt hat, aufrecht zu erhalten. Aber für mich subjektiv ist klar, hätte es das nicht gegeben, dann hätte er nie etwas gesagt.

giuseppeverdi melden

Also Fendrich - wenn Sie sich hinten nach für etwas entschuldigen, das Sie festgestellt haben, dann bleiben Sie dabei oder halten Sie Ihren dummen, vorlauten Mund, denn Mut hat man oder man hat ihn nicht. Sie haben ihn offensichtlich nicht. Denn wenn das einzige Argument des ORF ist, dass er Sie "groß" gemacht hat, dann muss ja viel Dreck hinter der Aussage die Sie gemacht haben, stecken.

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